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IT-Support für Schulen (B 10/2007)

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Beschreibung

Mitautoren
Dieser Bericht entstand in Kooperation mit der Initiative Schulen ans Netz e.V. und dem Institut für Informationsmanagement Bremen (ifib). Als Mitglieder der Arbeitsgruppe steuerten Heike Härtel und Michael Höllen von Schulen ans Netz e.V. langjährige Kenntnisse aus dem Schulumfeld bei. Prof. Dr. Andreas Breiter bereitete die Erfahrungen des ifib im Bereich des IT-Service-Managements und dessen Anwendung im Schulbereich für diesen Bericht auf.

Ziel des Berichts
Viele Kommune entscheiden sich als Schulträger aus strategischen Gründen (z. B. Verbesserung des Bildungsangebotes in der Kommune) dazu, Schulen mit Informationstechnik auszustatten und die Nutzung neuer Medien zu fördern. Neben der Erstausstattung mit Hard- und Software zieht eine solche Entscheidung Folgeinvestitionen nach sich. Wartung und Instandhaltung der Geräte, Fehlerbehebung und Unterstützung der Lehrkräfte und Anwender sind mit zum Teil erheblichen Kosten verbunden, die allerdings durch sorgfältige Planung reduziert oder sogar vermieden werden können. Hierzu will der Bericht Anregungen geben.

Der Bericht soll die Verantwortlichen aus Schulverwaltung, Organisation und Informationstechnik bei Aufbau und Umsetzung eines Konzepts für den IT-Support unterstützen, damit dieser technisch beherrschbar und so wirtschaftlich wie möglich erbracht werden kann.

Inhalte des Berichts
Eines der zentralen Themen im Bildungsbereich ist die Ausstattung von Schulen mit informationstechnischer Infrastruktur. Oberstes Ziel des IT-Einsatzes an Schulen ist die qualitative Verbesserung des Unterrichts durch den integrativen Gebrauch der neuen Medien. Dieses Ziel kann nur erreicht werden durch die Schaffung einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur und durch Bereitstellung von dazugehörigen Support-Diensten. Der Betrieb muss dabei aus Sicht der Kommunen wirtschaftlich sein.

Die Ausgangslage und die besonderen Anforderungen im Bereich der Schul-IT sind in den Kapiteln 1 und 2 dargestellt. Als Schulträger sind die Kommunen für Beschaffung und Unterhalt der schulischen Infrastruktur verantwortlich. Beschaffung, Wartung und Betreuung der schulischen IT-Infrastruktur stellen die Kommunen vor große Herausforderungen, denn die Schul-IT muss für die Anwender attraktiv, robust gegenüber äußeren Einflüssen, hochverfügbar und sehr flexibel nutzbar sein.

Die Vielzahl der Akteure im Schulbereich macht eine sorgfältige und verbindliche Planung unabdingbar. Vielfach sind beispielsweise Abstimmungen mit dem Land zu treffen, die speziellen Anforderungen bestimmter Schulformen müssen berücksichtigt werden, der IT-Dienstleister muss die technische Machbarkeit beurteilen und die Kommune ein Konzept für die Umsetzung, Steuerung und Finanzierung erstellen.

Die Verbindung von pädagogischem, technischem und organisatorischem Konzept wird in der Regel über einen Medienentwicklungsplan dargestellt, der eine Bestands- und Bedarfsanalyse, ein pädagogisches Konzept, ein Vernetzungs-, Ausstattungs-, Service-, Betriebs- und Nutzungskonzept sowie einen Finanzierungs- und Zeitplan umfassen sollte. (s. Kapitel 3.1) Der Medienentwicklungsplan und die Medienkonzepte der einzelnen Schulen und sind miteinander abgestimmt. Das Medienkonzept ist somit Kooperationsbasis für das Kollegium, die Schulleitung und den Schulträger und gleichzeitig die Grundlage für Umsetzungskontrolle, Evaluation und damit Einstieg in ein kontinuierliches Qualitätsmanagement. So kann eine planmäßige Integration des Medieneinsatzes in den Unterricht erfolgen. Einen beispielhaften Planungsprozess skizziert Kapitel 3.2.

Bereits in der Planungsphase ist entsprechendes Wissen bei den Beteiligten Voraussetzung für den späteren Erfolg. Das bedeutet, Schulträger, Schulleitungen, die IT-Koordinatoren an den Schulen und die Fachlehrer/ -innen in ihren jeweiligen Unterrichtsfächern müssen im Hinblick auf ihre Rollen qualifiziert werden, damit sie die Möglichkeiten des Medieneinsatzes adäquat einschätzen und wahrnehmen können. Mögliche Qualifizierungsinhalte werden in Kapitel 3.3 dargestellt.

Gerade für kleinere Kommunen zeigen sich in diesem Gesamtkomplex schnell die Grenzen von Machbarkeit und Finanzierbarkeit auf. Daher sollte immer über Kooperationen in den unterschiedlichen Handlungsfeldern nachgedacht werden. Denkbare Partner sind dabei das Land, Kommunen in der Region, andere Bildungseinrichtungen innerhalb der Kommune und gegebenenfalls private Partner (s. Kapitel 4).

Doch auch unter weitreichender Ausnutzung von Kooperationsmöglichkeiten wird der IT-Einsatz an Schulen für viele Kommunen ein finanzieller Kraftakt werden. Den Investitionen und den laufenden Aufwendungen für Sachmittel, Personal und Qualifizierung stehen keine direkten Einsparungen oder gar neue Einnahmequellen zur Gegenfinanzierung gegenüber. Umso mehr muss der Betrieb so wirtschaftlich wie möglich erfolgen. Bereits in der Planung sollten deshalb die Kosten dezidiert erfasst und abgeschätzt werden. Hinweise zu Kostenarten gibt Kapitel 5, wobei Erfahrungswerte wie konkrete Zahlen aus einzelnen Kommunen noch weitestgehend fehlen. Zu klären ist in diesem Zusammenhang, ob Förderprogramme auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene existieren, welche Finanzierungsformen in Frage kommen und inwieweit zentrale Rahmenvorgaben sowie technische Lösungen von der Netzinfrastruktur bis hin zur Wartung einen kostengünstigeren IT-Support ermöglichen.

Neben strategischen und planerischen Fragen, wie sie in den Kapiteln 1-5 im Vordergrund stehen, bedeutet auch die Umsetzung des IT-Supports im Rahmen eines umfassenden IT-Service-Managements eine große Herausforderung für viele Kommunen. Kapitel 6 dieses Berichts bietet daher speziell für IT-Fachkräfte eine Umsetzungshilfe, die die Umsetzung von ITIL1 als anerkanntem, prozessorientiertem Vorgehensmodell für das Management von IT-Dienstleistungen im Schulbereich skizziert.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Hokkeler, Michael
20071115B0065
Bericht 10/2007
05.11.2007
641kb