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Interkommunale Zusammenarbeit erfolgreich planen, durchführen und evaluieren (B 5/2009)

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Beschreibung

Interkommunale Zusammenarbeit ist neben eigener Leistungserbringung und Vergabe ein wichtiges Instrument des Verwaltungshandelns. Sie ist höchst vielfältig in ihrer Tragweite, in ihrer Komplexität und in den damit einhergehenden Herausforderungen. Die Bandbreite reicht beispielsweise von gegenseitiger Maschinenleihe bis hin zum gemeinsamen Rechenzentrum in Form eines Zweckverbandes.

Viele generelle Hinweise zur erfolgreichen Gestaltung von Projekten können der allgemeinen Literatur zum Projektmanagement entnommen werden und werden daher in diesem Bericht nicht weiter vertieft. Er konzentriert sich vielmehr darauf, Erfahrungen und Beobachtungen, die für Interkommunale Zusammenarbeit spezifisch sind, aufzugreifen und in Empfehlungen und Handreichungen zu kleiden. Es wird ein roter Faden aufgezeigt, der dem jeweils eigenen örtlichen Projekt als Grundlage dienen soll.

Die KGSt empfiehlt, zur erfolgreichen Gestaltung einer Interkommunalen Zusammenarbeit einige wesentliche Voraussetzungen zu gewährleisten:

  • Eine konstruktive Partnerschaft der beteiligten Kommunen durch Vertrauen und Gleichberechtigung sowie Berücksichtigung ähnlicher Verwaltungskulturen zu gründen, auf Augenhöhe und ähnliche Mentalität bei den Projektpartnern zu achten,
  • die Mitarbeiter in geeigneter Weise einzubinden,
  • politische Gremien durch Schaffung einer Vertrauensbasis einzubeziehen,
  • die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit projektangemessen zu gestalten,
  • die rechtlichen Voraussetzungen zu beachten,
  • Projektsteuerung und -controlling organisatorisch zu verankern.

Zum letztgenannten Punkt empfiehlt die KGSt die Projektgestaltung im Rahmen von definierten Phasen. Dies erleichtert die Transparenz des Geschehens, bringt den jeweiligen Projektfortschritt auf den Punkt und macht deutlich, wann jeweils Projektentscheidungen zu treffen sind.

Die hier empfohlenen Phasen sind:

  • Initiierungsphase: eigene Positionierung
  • Strategiephase: Identifizierung der Handlungsfelder, die auf eine mögliche Kooperation hin betrachtet werden sollen und strategische Zieldefinition
  • Konzeptionsphase: Entwicklung von Lösungsmöglich-keiten für die zuvor identifizierten Handlungsfelder
  • Umsetzungsphase: Umsetzung der gewählten Lösungsmöglichkeit in die Praxis und Überprüfung ihrer Bewährung.
  • Echtbetrieb mit Evaluierung: Abschluss der Einführung der Kooperation und Überführung in laufenden Betrieb; Durchführung einer Evaluierung

Der Bericht wird abgerundet durch die Skizzierung typischer Stolpersteine, die in verschiedenen Stadien einer Interkommunalen Zusammenarbeit und in unterschiedlichen Teilbereichen in der kommunalen Praxis anzutreffen sind. Die KGSt zeigt mit diesem Bericht dazu Lösungsansätze auf.

Fazit: Abweichungen von der ursprünglichen Projektplanung sind eine normale Erfahrung aus der Praxis. Doch je besser es gelingt, mögliche Probleme zu antizipieren und dagegen Vorsorge zu treffen, je positiver alle Beteiligten dem Vorhaben begegnen und zur Realisierung beitragen, umso erfolgreicher wird Interkommunale Zusammenarbeit sein.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Grossenbacher, Elke
20090923B0015
Bericht 5/2009
05.09.2009
731kb