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Sozialmonitoring (M 4/2009)

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Beschreibung

In der Welt von heute hat der soziale Wandel erheblich an Dynamik gewonnen. Demografische Entwicklung, Zuwanderung, Heterogenisierung und Segregation sind nur einige Entwicklungen, die die Lebensverhältnisse in deutschen und österreichischen Kommunen erheblich verändern. Kommunale Entwicklungsplanung und Sozialplanung sind gefordert, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und nach Möglichkeit steuernd einzugreifen. Das verlangt eine Umorientierung von einer reaktiven hin zu einer präventiven Orientierung, auch schon vor dem Hintergrund sich weiter verknappender Ressourcen.

"Zur Steuerung der sozialen Infrastruktur und eines wirkungsvollen Mitteleinsatzes sowie zur Vermeidung von Fehlentwicklungen in einzelnen Sozialräumen bedarf es der Weiterentwicklung der sozialfachlichen Instrumente zu einer kontinuierlichen Sozialberichterstattung."

Sozialmonitoring ist ein Instrument der und damit Teil der Sozialberichterstattung. Es dient der Verbesserung von Entscheidungsgrundlagen, indem es Daten beobachtet, bereitstellt und bewertet und damit die Transparenz über soziale Zustände und Entwicklungsprozesse in Sozialräumen fördert. Damit entfaltet es Wirkungen weit über das Handlungsfeld Soziales hinaus.

Im Sozialmonitoring wird versucht, anhand weniger Indikatoren die sozialen Lebensverhältnisse und Teilhabechancen möglichst umfassend abzubilden. Die Materialie beschreibt hierzu ein Set von 20 Indikatoren in 7 Handlungsfeldern, die eine geeignete Grundlage zur Entwicklung eines eigenen Sozialmonitorings für große wie für kleine Kommunen darstellen.

Der KGSt-Innovationszirkel "Sozialmonitoring", der dieses Indikatorenset zusammengestellt hat, war sich darin einig, dass der vorliegende Indikatorensatz einen ersten Standard für die Kommunen in Deutschland setzen soll, den es in den nächsten Monaten und Jahren weiter zu entwickeln gilt.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Reichwein, Alfred
20091120A0019
Materialien 4/2009
03.11.2009
1146kb