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Forderungsmanagement - eine Arbeitshilfe (B 8/2009)

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Beschreibung

Ein vollständiger und zeitnaher Eingang der Zahlungen stärkt unmittelbar die finanzielle Position der Kommune. Forderungsausfälle und zeitlich verzögerte Einzahlungen gilt es daher zu vermeiden bzw. zu mindern. Darum geht es beim Forderungsmanagement. Ein wirksames Forderungsmanagement verbessert die Liquidität.

Verzögerter Geldeingang und Forderungsausfälle sind keine neuen Entwicklungen im kommunalen Finanzmanagement. Mittlere und große Kommunen sind tendenziell eher von Zahlungsverzug und -ausfall betroffen als kleine. In der Regel reagiert die Verwaltung mit Mahnung und Vollstreckung auf eingetretene Probleme. Damit werden Zahlungseingänge erzielt, die Frage bleibt aber, ob Zahlungen rascher und vollständiger hereingeholt werden können. Das neue Haushalts- und Rechnungswesen stärkt mit Bilanz und Forderungsübersicht die Transparenz und zeigt den Forderungsbestand zum Stichtag auf. In vielen Kommunen wird Handlungsbedarf deutlich.

Zunächst ist der Bestand an Forderungen zu analysieren. Das finanzielle Volumen der Forderungen, die rechtliche Zuordnung der Zahlungspflicht und die Zugehörigkeit zu bestimmten Produktbereichen/Produktgruppen und Organisationseinheiten spielen dabei eine wesentliche Rolle. Auffälligkeiten und Ansatzpunkte für Verbesserungen werden deutlich.

Forderungsmanagement bezieht Optimierungsmaßnahmen zu einem "frühen" Zeitpunkt ein und handelt nicht erst dann, wenn eine Forderung notleidend geworden ist. Deshalb sind Optimierungsmaßnahmen bei den einzelnen Prozessschritten von Forderungsentstehung bis Zahlungseingang bzw. Niederschlagung der Forderung erforderlich.

Ein wirksames Forderungsmanagement ist nicht nur Angelegenheit einer Organisationseinheit, sondern ergibt sich aus der Zusammenarbeit mehrerer Organisationseinheiten. Datenschutzrechtliche Bestimmungen sind zu beachten. Bei der Einführung von Forderungsmanagement ist die Projektorganisation zweckmäßig.

Der Zahlungseinzug muss gesteuert werden: Steuerungsrelevante Kennzahlen müssen erhoben, Kennzahlenvergleiche durchgeführt werden.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Pook, Manfred
20091210A0037
Bericht 8/2009
21.11.2009
791kb