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Auswirkung des Leistungsentgelts nach dem TVöD auf wesentliche Elemente der Personalentwicklung und Personalbeurteilung (B 2/2010)

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Beschreibung

Beim Prozess der Einführung von Leistungsentgelt nach § 18 TVöD wurde deutlich, dass sich die Wahrnehmung, Nutzung und Bedeutung vorhandener wie hinzugekommener Personalentwicklungsinstrumente und Personalbeurteilungsinstrumente in den Kommunen verändert hat.

Der vorliegende Bericht gibt hierzu zunächst einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen insoweit wesentlicher Personalentwicklungsinstrumente und Personalbeurteilungsinstrumente und zeigt dabei Überschneidungspunkte und mögliche Synergien zwischen den Instrumenten auf. Dazu gehören:

  • Leistungsentgelt ist der Katalysator für die verstärkte Zielorientierung sowie den Ausbau der Gesamtsteuerung und Kommunikationskultur in Kommunen geworden.
  • Das Mitarbeitergespräch gewinnt erheblich an Bedeutung. Gerade bei der Vergabe von Leistungsentgelt sind sowohl für Zielvereinbarungen als auch für die Systematische Leistungsbewertung jeweils mindestens zu Beginn und am Ende des maßgeblichen Zeitraums Gespräche zu führen. Sie können mit dem Mitarbeitergespräch verzahnt werden und einander dann wirksam unterstützen.
  • Die Normsetzungsfunktion von Beurteilungssystemen wird als hilfreiche Unterstützung der verstärkt geforderten Führungsarbeit wahrgenommen. Beurteilungssysteme enthalten neben Aussagen zu Eignung und Befähigung, immer auch solche über die fachliche Leistung eines Mitarbeiters*. Dieser Teil kann instrumentell als Systematische Leistungsbewertung genutzt werden und so die Einführung von Leistungsentgelt erleichtern, wenn man ihn nur auf einen Aufgabenausschnitt des zu Bewertenden anwendet. Auch beim Einsatz leistungsabhängiger Stufenbewegungen ist ein - dann vollständiges - Beurteilungssystem eine taugliche Basis.
  • Leistungsabhängige Stufenbewegungen können ein positiver Faktor für die erfolgreiche Personalakquise und -bindung sein. Sie bilden eine sinnvolle Ergänzung der Leistungsdifferenzierung, die mit dem Leistungsentgelt begonnen hat.
  • Der begleitende Einsatz nicht-monetärer Anreize kann die beabsichtigten Wirkungen der anderen Personalentwicklungs- und -beurteilungsinstrumente unterstützen und ggf. auftretende negative Auswirkungen ziel- und ergebnisorientiert mildern.

Der Bericht versteht sich daher als Beitrag zur weiteren Professionalisierung der Personalentwicklung und -beurteilung. Damit unterstützt er den Veränderungsprozess hin zu einer verstärkten Ausrichtung der Kommunen auf Ziele und Ergebnisse.

Dementsprechend zeigt er zum Abschluss anhand einer Fragenliste konkret einen Weg auf, die eigenen Instrumente der Personalentwicklung und -beurteilung zu überprüfen, und gibt Hinweise zu ihrer ggf. erforderlichen Anpassung.         

* Zur besseren Lesbarkeit des Textes wird nur dort die männliche und weibliche Form verwendet, wo in besonderer Weise die Geschlechterabhängigkeit von Aussagen betont werden soll. An den anderen Stellen wird die gängige männliche Form für beide Geschlechter verwendet.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Weisel, Katja
20100526A0020
Bericht 2/2010
19.05.2010
222kb