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Der demografische Wandel in Kommunalverwaltungen. Strategische Ausrichtung und Handlungsansätze des Personalmanagements (B 3/2010)

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Beschreibung

Der demografische Wandel berührt in unterschiedlicher Ausprägung nahezu sämtliche Fachbereiche der Kommune. Deshalb erfordert seine Bewältigung ein übergreifendes, integratives und nachhaltiges Demografiemanagement, das aus den Perspektiven des Organisations-, Personal-, Informations- und Finanzmanagements erfolgen muss. Welche Schritte dazu notwendig sind, hat der KGSt-Bericht 1/2009 aufgezeigt. Der vorliegende Bericht baut darauf auf. Er beschäftigt sich mit der Perspektive des Personalmanagements.

Für das Personalmanagement besteht die neue Dimension darin, dass die Faktoren Alter und Vielfalt zunehmend an Bedeutung gewinnen. Beide Faktoren müssen integraler Bestandteil des Personalmanagements werden. Dazu ist es notwendig, zum einen bereits eingeführte und bewährte Entwicklungen innerhalb des Personalmanagements daraufhin abzuklopfen, welchen Beitrag sie zur Bewältigung des demografischen Wandels leisten, wie z. B. das Personalmarketing und die Personalentwicklung. Zum anderen müssen aber auch neue Herausforderungen aufgegriffen werden, wie z. B. die Bedeutung interkultureller Kompetenz.

Die KGSt empfiehlt, sich am Konzept der Arbeitsfähigkeit zu orientieren. Basis dieses Konzeptes ist die Erkenntnis, dass die Arbeitsfähigkeit von Menschen positiv beeinflussbar ist. Eine positive Beeinflussung, die eine möglichst lang andauernde Arbeitsfähigkeit zum Ziel hat, kann nur erreicht werden, wenn jeder einzelne Mitarbeiter* selbst dazu beiträgt und die Arbeitsbedingungen in der jeweiligen Verwaltung dies unterstützen bzw. verstärken. Das Konzept der Arbeitsfähigkeit richtet sich ausdrücklich nicht an einer Defizitthese aus, sondern an den vorhandenen und neu zu gewinnenden Potenzialen. Diese Potenziale beziehen sich auf alle Altersgruppen, auf beide Geschlechter und auf alle ethnischen Gruppen.

Wie bei allen wesentlichen Veränderungsprozessen werden an Führungskräfte besondere Anforderungen gestellt. Da Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen dem Führungsverhalten und der Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter aufzeigen, haben Führungskräfte auch im demografischen Wandel eine Schlüsselrolle. Um sie wahrnehmen zu können, benötigen sie Unterstützung.

Der Bericht gibt Empfehlungen zu den strategischen Zielen, zu den zu entwickelnden Maßnahmen und zu den wesentlichen methodischen Schritten. Darüber hinaus zeigt er anhand von Beispielen auf, welche Ansätze in den Kommunalverwaltungen bereits bestehen.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Holzrichter, Elke R.
20100609A0018
Bericht 3/2010
25.05.2010
507kb