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Hausmeisterdienste in Kommunen (B 5/2010)

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Beschreibung

Der Hausmeister ist heute Dienstleister für die Gebäudenutzer und zugleich Fachmann des Gebäudemanagements vor Ort. Seine Kompetenz ist ein wichtiger Baustein für gute Gebäudewirtschaft, ohne ihn würde vieles im Objekt nicht laufen. Zudem stellen Hausmeisterdienste bei den Betriebskosten eines Gebäudes i. d. R. den zweithöchsten Ausgabeposten dar.

Gute Gründe für Kommunen also, sich diesem Teilbereich des Gebäudemanagements zuzuwenden und ihn auf Optimierungspotenziale zu untersuchen. Der Bericht enthält dazu eine Reihe von Lösungsmöglichkeiten und Instrumenten:

  • Zur Strukturierung des Berufsbilds Hausmeister hinsichtlich seiner typischen Aufgaben und Tätigkeiten wird ein Normalaufgabenkatalog vorgestellt und als Grundlage für Aufgabenzuordnungen, Stellenbemessung, Steuerung und Vereinbarungen zwischen Gebäudemanagement und Gebäudenutzern empfohlen (Ziffer 2).
  • Die KGSt empfiehlt eine flexible, bedarfsbezogene Handhabung der Hausmeisterdienste. Dazu stellt sie organisatorische Grundformen der verschiedenen Zuordnungsmöglichkeiten von Hausmeistern zu Objekten bis hin zu Teamlösungen, Springern und Handwerkergruppen vor, die bedarfsgerechte und flexible Lösungsoptionen bieten (Ziffer 3).
  • Zu den organisatorischen Grundformen werden Unterstützungsinstrumente aufgezeigt, die flankierend genutzt werden sollten und die Berücksichtigung örtlicher Belange ermöglichen. (Ziffer 4).
  • Es wird eine ganzheitlich angelegte Organisation und Steuerung der Hausmeisterdienste empfohlen, die die gebäudewirtschaftlichen Prozesse und Ziele, aber auch die Nutzer wirkungsvoll unterstützt (Ziffer 5).
  • Die Personalbemessung muss auf fachlichen, wirtschaftlichen und nachvollziehbaren Kriterien aufgebaut sein. Die KGSt hat dazu eine Methodik entwickelt, die als Pauschalstellenbemessung oder Individualisierte Stellenbemessung genutzt werden kann. (Ziffer 6).
  • Hausmeister sind heute nicht mehr "die im grauen Kittel", sondern fachlich versierte und qualifizierte Spezialisten. Personalauswahl und -entwicklung müssen diesen geänderten Rahmenbedingungen und Anforderungen gerecht werden. (Ziffer 7).

Hausmeister leisten durch ihre Arbeit im Objekt einen wertvollen Beitrag zur Substanzerhaltung der Gebäude und zur Zufriedenheit der Nutzer im Gebäude.

Je besser sie arbeiten, umso reibungsloser laufen aus Nutzersicht wie auch aus Sicht des Gebäudemanagements die Dinge im Objekt, umso "unsichtbarer" wird der Hausmeister. Doch das darf nicht vermuten lassen, dass dies ein selbstverständlicher Zustand ist.

Kommunen müssen sich vom tradierten Bild des Hausmeisters verabschieden. Die Entwicklung geht hin zu einem technisch qualifizierten und kommunikativen Gebäudemanager vor Ort, der entsprechend ausgestattet und geschult sowie in die Prozesse des Gebäudemanagement integriert ist.

Der Bericht ersetzt den bisherigen Bericht 1/1986 "Wirtschaftlicher Hausmeisterdienst in Schulen".

Mit Stand April 2013 hat die KGSt das Papier "Fragen & Antworten zum KGSt®-Bericht 5/2010" mit weitergehenden Hinweisen zu den Berichtsinhalten erarbeitet. Dieses steht für Mitglieder unter der Kennung 20130412A0032 zum Abruf bereit.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Grossenbacher, Elke; Korte, Rainer
20100909A0018
Bericht 5/2010
02.09.2010
672kb