KGSt Dokumentdetails

Demografiemonitoring (M 5/2010)

Bewertung

Durchschnitt (1 Stimme)

Beschreibung

Der demografische Wandel berührt zunehmend und elementar die Arbeit aller Städte, Kreise und Gemeinden und reicht in alle Handlungsfelder hinein. Diese Materialie unterstützt Kommunen darin, das Ausmaß des demografischen Wandels abschätzen und die Auswirkungen des demografischen Wandels besser bewältigen zu können.

Demografiemonitoring ist ein Beobachtungsinstrument und kein Handlungsansatz.

Es ist ein Instrument zur Verbesserung von Entscheidungsgrundlagen, indem man Daten beobachtet, bereitstellt und bewertet und damit Transparenz über demografische Entwicklungen und hiermit verbundene Prozesse und soziale Zustände fördert.

Mithilfe der Indikatoren werden Informationen für Politik, Verwaltung und die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, die zu einer Transparenz über die kommunale „demografische Lage“ führen.

Demografiemonitoring trägt dazu bei, Probleme und Handlungsbedarfe rechtzeitig zu erkennen und funktioniert damit als Frühwarnsystem.

Die regelmäßige Beobachtung der Realität anhand der Indikatoren dient der Messung von Erfolgen und Misserfolgen, sodass erkennbar ist, ob die bestehenden und vollzogenen Maßnahmen wirksam sind.

Der demografische Wandel vollzieht sich in den verschiedenen Stadt- und Ortsteilen (dies umfasst gleichermaßen die Kreise und Gemeinden) mit unterschiedlicher Intensität und Dynamik. Dies erfordert eine kleinräumige Ausrichtung des Demografiemonitoring. Die KGSt empfiehlt, das Demografiemonitoring auf Basis der Melderegisterdaten aufzubauen.

Folgende Schritte wurden als wesentlich für eine erfolgreiche Umsetzung identifiziert:

  • Klärung der Zielsetzung für die Einführung eines Demografiemonitoring,
  • Konsensfindung über die im Demografiemonitoring zu verwendenden Indikatoren,
  • Festlegung einer Datenbasis,
  • Festlegung der für die Datenerhebung und -auswertung zuständigen Stellen,
  • Datenerhebung und -auswertung.
Die Umsetzung des Demografiemonitoring vor Ort wird in Abhängigkeit von den jeweiligen Organisationsstrukturen unterschiedlich erfolgen. Wichtig ist, dass Demografiemonitoring Teil eines strategischen Prozesses ist. Bei der Umsetzung sollte die Konzentration auf das Wesentliche handlungsleitend sein.
 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Henrichs, Bettina; Holstein, Birgit
20101103A0011
Materialien 5/2010
01.11.2010
150kb