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KGSt®-Umfrageergebnisse zur kommunalen Gebäudereinigung (M 1/2011)

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Beschreibung

Gebäudereinigung stellt i. d. R. den größten Block der Betriebskosten kommunaler Gebäude dar.1 Das Management dieses Leistungsbereichs, sei es im Wege von Vergabe, sei es durch Reinigung mit eigenen Kräften, wirkt sich daher entsprechend deutlich im Kostenbereich aus.
Hinzu kommt der Qualitätsaspekt unter zwei Blickwinkeln:
  • Die Reinigung muss eine hinreichende Sauberkeit und Hygiene im Objekt herstellen und zur Zufriedenheit der Nutzer2 durchgeführt werden.
  • Sie muss zudem nachhaltig ausgeführt werden, um zum Substanzerhalt des Gebäudes beizutragen.

Hier kann es zu einem Spannungsfeld kommen, wenn Reinigung einerseits unter Kostenaspekten immer weiter reduziert wird, andererseits darunter jedoch das Sauberkeitsbedürfnis und/oder die Substanzerhaltung leiden.

In früheren Jahrzehnten war diese Gefahr gering. Tägliche bzw. Intervallreinigung im 2-Tagesrhythmus waren üblich, Leistungswerte3 hatten eher informatorischen Charakter.

Dieses Bild hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Der Kostendruck in den Kommunen führte dazu, dass mit immer höheren Leistungswerten gereinigt wird und auch die Intervalle zwischen Reinigungsdurchgängen gestreckt wurden.

Hinzu kommt der Wettbewerb auf dem Dienstleistungssektor, der zu teilweise kaum nachvollziehbaren Leistungswerten in Angeboten führt.

Kommunen suchen daher nach Anhaltspunkten, welche Leistung realistisch und „machbar“ ist, und wo sie Gefahr laufen, die Sparsamkeit von heute mit erhöhtem Substanzverlust morgen zu bezahlen. Die KGSt hat zuletzt im KGSt®-Bericht 3/1992 sog. Richtwerte veröffentlicht, deren Aussagekraft aktuell zu hinterfragen ist. Aus diesem Grunde führte die KGSt eine Umfrage durch, die ein aktuelles Bild zur Gebäudereinigung und damit Orientierungspunkte geben soll.

Die nachfolgend dokumentierten Werte stellen daher keine neuen KGSt®-Empfehlungen zu mittleren Reinigungszeiten dar, sie spiegeln ein empirisch abgesichertes Bild wider, das sich aus der Umfrage ergibt.
 


1) Eine Auswertung aus Vergleichsringen des KGSt®-IKO-Netz ergab, dass er im Durchschnitt mehrerer Objektarten bei rd. 35 % der Betriebskosten eines Objektes liegt. Die Spanne reicht von rd. 48 % bei Kitas bis zu rd. 33 % bei Berufsbildenden Schulen.
2) Zur besseren Lesbarkeit des Textes wird nur dort die männliche und weibliche Form verwendet, wo in besonderer Weise die Geschlechterabhängigkeit von Aussagen betont werden soll. An den anderen Stellen wird die gängige männliche Form für beide Geschlechter verwendet.
3) Der Leistungswert gibt in der Gebäudereinigung an, wie viel Fläche pro Zeiteinheit gereinigt wird. I. d. R. in der Form qm/Std.
 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Grossenbacher, Elke
20110207A0014
Materialien 1/2011
29.01.2011
282kb