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Bündelung von Verwaltungsdienstleistungen. Grundlagen und Erfolgsfaktoren (M 3/2011)

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Beschreibung

Die Haushaltssituation in den Kommunen ist weiterhin schwierig und erfordert einschneidende Maßnahmen. Diese müssen bei strukturellen Veränderungen auf der Ausgabenseite ansetzen, wenn sie nachhaltigen Erfolg, sprich Einspareffekte bringen sollen. Im Fokus stehen dabei die Prozesse und Strukturen und damit die Frage "Wie erbringen Kommunen ihre Leistung?"

Viele Kommunen denken in diesem Zusammenhang über organisationspolitische Lösungen nach und arbeiten in kommunalen Leistungsnetzwerken. Die Vorteile liegen auf der Hand: Heterogene Strukturen können vereinheitlicht, die Betriebsleistungen standardisiert und die Leistungen durch Synergieeffekte insgesamt wirtschaftlicher erbracht werden.

Interkommunale Zusammenarbeit (IZ) und Kooperationen mit Dritten helfen nicht nur dabei, räumliche und strukturelle Grenzen zu überwinden, sie ermöglichen es auch, die unterschiedlichen Stärken der beteiligten Kooperationspartner gezielt zu nutzen. Die Potenziale dieser Bündelungsmöglichkeiten sind in der öffentlichen Verwaltung bis heute noch nicht ausgeschöpft.

Bündelung der Verwaltungsdienstleistungen wird in dieser Materialie im Sinne des Shared Service Ansatzes verstanden. Dieser Organisationsansatz fokussiert auf die Schnittmenge von Zentralität und Dezentralität: "Shared“ verbindet die Vorteile dezentraler mit den Vorteilen zentraler Elemente in einer Organisation.

Folgende Fragen werden in diesem Kontext von unseren Mitgliedern an uns gestellt:

  • Welche Merkmale hat ein Shared Service?
  • Wie kann die Bündelung von Verwaltungsdienstleistungen umgesetzt werden?
  • Welche praktischen Beispiele aus der öffentlichen Verwaltung gibt es?

Ziel dieser Materialie ist es, diese grundlegenden Fragen zu beantworten und die Erfolgsfaktoren für die Bündelung von Verwaltungsdienstleistungen darzustellen.

Die Einführung von Shared Services stellt einen großen Einschnitt in die etablierten Strukturen dar und wird zu Beginn eines Projektes selten von den Beteiligten begrüßt.

Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter unterstützen und Veränderungen kommunikativ und programmatisch begleiten. Dazu gehört auch, die neuen Rollen im Rahmen eines Auftraggeber-/Auftragnehmer-Verhältnisses zu definieren und einzuführen.

Die Bündelung von Prozessen ist eine organisatorische Alternative zum klassischen Outsourcing. SSC können in öffentlicher Trägerschaft verbleiben. Die Arbeitsteilung, die mit Hilfe der IT weit über aneinandergrenzende Gemeindegebiete möglich wird, schafft die Voraussetzung, losgelöst vom Raumbezug die erforderlichen Mengen und Fallzahlen zusammen führen zu können.

Die Bündelung von Verwaltungsdienstleistungen kann anspruchsvoll und langwierig sein, aber der Aufwand lohnt sich, das zeigt die kommunale Praxis.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Pickenäcker, Birgit Anne
20110720A0010
Materialien 3/2011
14.07.2011
308kb