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Wirtschaftlich handeln – ausgewählte Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen auf dem Prüfstand (B 7/2011)

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Beschreibung

Wirtschaftlich zu handeln ist unverzichtbar. Wer unwirtschaftlich handelt, nimmt den Verlust von Handlungsspielräumen in Kauf. Vor dem Hintergrund der schwierigen finanziellen Situation der Kommunen verdient das Wirtschaftlichkeitsgebot der Gemeindeordnung noch stärkere Aufmerksamkeit und eine flächendeckende Umsetzung. Gleichzeitig werden Ergebnisse von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen zumindest bei kommunalen Großprojekten stärker in der Öffentlichkeit  wahrgenommen und nachgefragt.

Ziel dieses Berichts ist, die tatsächliche Anwendung der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung in das Blickfeld der Entscheidungsträger zu rücken, damit die erforderliche Führungsunterstützung sicherzustellen und letztlich notwendige Verbesserungen in der Anwendung zu entscheiden. Als Hilfsmittel dazu dienen Checklisten mit Fragen, die im Bericht dargestellt werden. Der Impuls zur Überprüfung sollte von der Verwaltungsführung ausgehen, von der zentralen Steuerungsunterstützung, ggf. auch von der Rechnungsprüfung. Für die  Durchführung der Untersuchung kommen insbesondere die zentrale Steuerungsunterstützung und das zentrale Controlling, die Kämmerei bzw. der Fachbereich Finanzen und die Rechnungsprüfung infrage.

Diese Veröffentlichung enthält keine neuen Methoden und Instrumente, Wirtschaftlichkeit zu ermitteln und nachzuweisen. Es geht vielmehr darum, die Anwendung bekannter Methoden in der Praxis auf den Prüfstand zu stellen und Verbesserungsmöglichkeiten herauszuarbeiten - und dies möglichst mit überschaubarem Aufwand. Dazu enthält die Veröffentlichung eine Reihe von Fragen, die sich auf die derzeit geltenden dienstlichen Regelungen zur Anwendung von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und alsdann auf drei ausgewählte Methoden beziehen: die (statische) Kostenvergleichsrechnung, die (dynamische) Kapitalwertmethode/der dynamische Auszahlungsvergleich - beide stellen ausschließlich auf die finanziellen Auswirkungen von Maßnahmen ab - und die Nutzwert-Kosten-Analyse, die finanzielle und nicht-finanzielle Auswirkungen berücksichtigt. Wer die Überprüfung durchführt, bekommt Informationen und Ansätze, um die Entscheidungsunterstützung mittels Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen zu verbessern - falls dies erforderlich ist.

Das (neue) Haushalts- und Rechnungswesen weist der Kostenrechnung u. a. die Funktion zu, Wirtschaftlichkeitssteuerung im Prinzip flächendeckend, aber je nach den Einsatzbedingungen der jeweiligen Organisationseinheiten, zu unterstützen. Auch unter diesem Gesichtspunkt müssen die Dienstanweisungen sowohl für die Kostenrechnung als auch für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen überprüft und ggf. angepasst werden.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Pook, Manfred
20110927A0012
Bericht 7/2011
29.08.2011
526kb