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Positionspapier: Social Media in der Kommune. Kommunikation und Zusammenarbeit auf neuen Wegen (September 2012)

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Beschreibung

Das Internet verändert die Gesellschaft, klassische massenmediale Informationswege der sogenannten Einwegkommunikation werden zunehmend unwichtiger. 75 Prozent der Bevölkerung in Deutschland nutzen im Jahr 2011 das Internet. Das sind drei von vier Bürgern1, die in einer Kommune leben, bzw. drei von vier Mitarbeitern, die in den Kommunalverwaltungen arbeiten.2 Das Alter spielt bei der Nutzung von Social Media kaum noch eine Rolle - auch wenn insbesondere natürlich die Jüngeren kaum noch ohne Social Media zu erreichen sind. Ob "Digital Native", "Digital Immigrant" oder "Silver Surfer"3: Jung und Alt haben die Vorzüge für sich entdeckt und verlagern viele ihrer Aktivitäten aus der physischen Welt in den virtuellen Raum.

Die "neuen" Dialog-Medien haben für Bürger, Verwaltung und Politik viele Vorteile. Diese reichen von einer effektiven Presse- und Öffentlichkeitsarbeit über eine nachhaltige und intensivere Bürgernähe, einen schnelleren Kundenservice und eine effizientere Projektarbeit bis hin zu neuen Formen kollektiver Wertschöpfung. Social Media4 ergänzt und verändert die bisherigen Möglichkeiten der Kommunikation und Zusammenarbeit. Kooperationen in "n-zu-n" Beziehungen werden leichter möglich. Bürger, Mitarbeiter und Unternehmen erwarten den Einsatz dieser sogenannten dialogorientierten Medien auch von ihrer Kommunalverwaltung. Damit sollte die Überprüfung der Einsatzfelder von Social Media in der Verwaltung auf der Tagesordnung jeder Kommune stehen.

Allerdings sollten auch mögliche Risiken und Grenzen beim Einsatz von Social Media beachtet werden. Dazu gehören u. a. der richtige Umgang mit Kritik, die Gefahren bei einer "falschen" Bedienung und die Probleme bei der Nutzung von externen Plattformen sowie die damit möglicherweise verbundenen datenschutzrechtlichen Probleme.

Hat sich eine Kommune für den Einsatz von Social Media entschieden - weil es strategisch für sie sinnvoll ist -, ist es wichtig, die neuen Möglichkeiten optimal zu nutzen. Sie müssen die vom Rat/Kreistag beschlossenen strategischen Ziele der Kommune unterstützen, um dadurch für sich und für das Gemeinwesen einen Gewinn zu erzielen. Viele Stellschrauben sind dabei zu berücksichtigen.


1 Zur besseren Lesbarkeit des Textes wird nur dort die männliche und weibliche Form verwendet, wo in besonderer Weise die Geschlechterabhängigkeit von Aussagen betont werden soll. An den anderen Stellen wird die gängige männliche Form für beide Geschlechter verwendet.
2 Vgl. ARD/ZDF-Onlinestudie (2011), (1).
3 Digital Natives (Digitale Eingeborene): Altersgruppe ab Jahrgang 1980. Sie sind mit den modernen digitalen Technologien aufgewachsen. Digital Immigrants (Digitale Immigraten): Altersgruppe vor 1980. Sie haben die modernen digitalen Technologien erst als Erwachsene kennengelernt. Zu der Gruppe der Digital Immigrants gehören auch die sog. Silver Surfer. Von ihnen spricht man ab einem Alter von ca. 50 Jahren.
4 I.S.v. sozialen/gesellschaftlichen Medien, siehe auch Abschnitt 2.
 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Groß, Marc
20120910A0010
Positionspapier September 2012
08.09.2012
1109kb