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Kommunales Bildungsmanagement. Strategische Steuerung und Organisation (4/2014)

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Beschreibung

Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse aus der ersten internationalen Pisa-Studie befindet sich das deutsche Bildungswesen im Auf- und Umbruch. Im Zusammenhang mit den aktuellen Entwicklungen - Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Rezession - wird deutlich: Deutschlands wichtigster Rohstoff ist die Bildung. Und diese gilt es zu gestalten!

Ausgangspunkt für Bildungsprozesse ist dabei die kommunale Ebene. Hier entscheidet sich Erfolg oder Misserfolg von Bildung, werden die Grundlagen für berufliche Perspektiven, gesellschaftliche Teilhabe und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit einer Region gelegt. Begreift man Bildung als zentrale Gestaltungsaufgabe kommunaler Selbstverwaltung sind Gemeinden, Städte und Kreise deshalb als bildungspolitische Akteure zunehmend gefordert.

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, ist die Implementierung eines kommunalen Bildungsmanagements erforderlich, dabei sind zwei Erfolgsfaktoren wesentlich:
 
  • Es müssen, um die notwendigen Veränderungen nachhaltig und wirksam einzuleiten, qualifizierte Planungs- und Umsetzungsprozesse strategisch angelegt und gesteuert werden (Bildungsmanagement als kommunale Querschnitts- und Gesamtsteuerungsleistung). Dies erfordert die Entwicklung eines Strategischen Handlungskonzepts. Überall dort, wo bereits strategisches Management praktiziert wird, lässt sich bei entsprechender Ausgestaltung und Modifizierung der Planungsprozesse und -instrumente das Bildungsmanagement im Rahmen etablierter Prozesse und weitgehend mit den vorhandenen Instrumenten bewältigen.
  • Den Bürgerinnen und Bürgern steht ein reichhaltiges und ausdifferenziertes Bildungsangebot vor Ort zur Verfügung: Für einen Teil der Angebote ist die Kommune selbst verantwortlich, der überwiegende Anteil von Bildungsangeboten wird jedoch vonexternen Akteuren in eigener Autonomie erstellt. Diese "Gemengelage" erfordert geeignete Organisationsformen die die unterschiedlichen Zuständigkeits- und Handlungsebenen integrieren. Die notwendige Abstimmung und Verzahnung der verschiedenen internen und externen Akteure und deren Leistungen im Bereich Bildung wird durch eine Etablierung und Organisation von Netzwerken erreicht. In Abhängigkeit von der örtlichen Situation kann die Implementierung einer federführenden Organisationseinheit - beispielsweise eines Bildungsbüros - sinnvoll sein. Ein Bildungsbüro fungiert als "Scharnier" zwischen den Akteuren, begleitet und koordiniert die Aktivitäten im Handlungsfeld Bildung. Dieser Bericht wurde gemeinsam mit einer KGSt-Expertengruppe erarbeitet. Grundlage der Beratungen waren Ergebnisse der KGSt aus dem Geschäftsbereich Beratung im Rahmen des BMBF-Projektes "Lernen vor Ort" unter Leitung von Dirk Greskowiak. Die KGSt hatte bei dem Projekt die Federführung in dem sogenannten Fachforum "Bildungsmanagement".
Aus diesem Projekt heraus ist eine umfangreiche Dokumentation entstanden, die alle Themenfelder rund um das kommunale Bildungsmanagement ausführlich beschreibt. Die Projektergebnisse sind als Anregung für die Ausgestaltung und Weiterentwicklung der örtlichen Arbeiten zu verstehen und werden auch seitens der KGSt weiterentwickelt. Eine Übersicht über die Inhalte findet sich in der Anlage 7.5. Es kann mit der Kennung 20140429A0020 unter kgst.de heruntergeladen werden.

Der vorliegende KGSt-Bericht richtet sich vornehmlich an Verwaltungschefs, Dezernentinnen/Dezernenten und Fachbereichsleitungen aus den Bereichen Jugend, Schule und Kultur sowie Verantwortliche in der Verwaltung für das Querschnittsthema Bildung.
 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Klein, Hortense
20140425A0027
Bericht 4/2014
28.04.2014
1642kb