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Cash Pooling im Konzern Kommune. Am Beispiel der Stadt Leipzig (22/2014)

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Beschreibung

Das Cash Pooling ist Teil des Cash Managements, bei dem die unterjährige Liquiditätssicherung und -optimierung im Mittelpunkt der Betrachtung steht. Unter Cash Pooling wird die Bündelung der liquiden Mittel auf einem zentralen Konto verstanden, auf das von den beteiligten Einheiten (Kernverwaltung und Beteiligungen) bei Bedarf zurückgegriffen werden kann. Im Falle von Liquiditätsengpässen werden die internen Mittel zu günstigen Konditionen für alle Beteiligten zur Verfügung gestellt. In den letzten Jahren erfreut es sich zunehmender Beliebtheit, da durch die Bündelung der Liquidität ein Beitrag zur Entlastung der angespannten kommunalen Haushalte geleistet werden kann.

Dieser Report zeigt am Beispiel der Stadt Leipzig, wie ein solches System in einer Kommune aufgebaut und eingeführt werden kann und welches Einsparpotential durch eine effiziente Nutzung aller liquiden Mittel und eines entsprechenden Managements erzielbar ist.

Der Cash Pool der Stadt Leipzig zeichnet sich dadurch aus, dass es ein Haupt- (Master-)konto gibt, welches das einzige Konto mit externem Kreditbezug ist. Auf diesem Konto werden die Bankbestände aller am Cash Pool Beteiligten zusammengeführt. Die Stadtkasse fungiert dabei als Zentrale und koordiniert das Cash-Pooling-System.

Der Aufbau des Cash Pools erfolgte schrittweise. Zuerst wurden die Sparkassenkonten und danach die Fremdbankkonten in das Cash Management einbezogen. Eine zentrale Rolle in Leipzig spielt des Weiteren der externe Dienstleister (Sparkasse Leipzig und Landesbank Hessen-Thüringen im Verbund), der das entsprechende System (webbasiert) zur Verfügung stellt und pflegt.

Zur erfolgreichen Einführung des Cash Pooling sollten folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Aktuelle Informationen über Zahlungsbewegungen und Kontostände
  • Periodengerechte Erfassung der Buchungen
  • Durchführung einer Ist-Analyse zur Erfassung und Strukturierung der Konten
  • Schaffung von Transparenz durch Einbeziehung aller Beteiligten
  • Erlass einer Dienstanweisung zum Cash Management

Dieser Report ist die zweite KGSt-Veröffentlichung zum Thema Kommunales Liquiditätsmanagement. Der erste Report befasst sich mit der Liquiditätsplanung und ist unter der Kennung 20141111A0022 im KGSt®-Portal abrufbar.

 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Stertz, Andrea
20141218A0016
Report 22/2014
15.12.2014
7700kb