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Kommunale Ausbildung. Praxisbeispiele und Checklisten (10/2015)

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Beschreibung

Aufgrund der demografischen Entwicklung gewinnt die Ausbildung an Bedeutung. Ziel jeder Kommune muss es deshalb sein, leistungsstarke Auszubildende in einem stärker werdenden Wettbewerb mit anderen Arbeitgebern zu gewinnen und durch eine professionelle Ausbildung langfristig an ihre Kommune zu binden.

Hierzu leistet diese Materialie einen wichtigen Beitrag, indem sie zahlreiche unterschiedliche kommunale Praxisbeispiele zur Optimierung der internen Ausbildung darstellt. Dazu gehört auch ein Ergebnis aus der Vergleichsarbeit der KGSt zur kommunalen Ausbildung.

Die kommunalen Beispiele sind so aufbereitet, dass sie gezielt zur kritischen Reflektion und zur Weiterentwicklung der eigenen kommunalen Ausbildung genutzt werden können.  Darüber hinaus enthält die Materialie zahlreiche Verweise auf ergänzende Dokumente im KGSt®-Portal und hilfreiche Links.

Obgleich die Praxisbeispiele aus dem interkommunalen Erfahrungsaustausch nicht repräsentativ sind, lassen sich daraus folgende Trends in der kommunalen Ausbildung ableiten:

  • Die Ziele und Inhalte der Ausbildung werden professioneller und damit auch verbindlicher aufbereitet. Das zeigt sich u. a. darin, dass es mehr verschriftlichte Ausbildungskonzepte gibt und mehr Dienstvereinbarungen.
  • Die Unterstützungsangebote für Ausbilder werden immer vielfältiger. Sie reichen von klassischen Qualifizierungsangeboten über Informationsangebote und Seminare bis hin zu Angeboten zur Honorierung der Ausbildertätigkeit.
  • Beim Auswahlprozess ist ein Trend zu Online-Bewerbungsverfahren erkennbar. Daran schließen sich zunehmend Einstellungstest und Assessment-Center-Verfahren an.
  • Im Rahmen des Einstellungsprozesses kümmern sich immer mehr Kommunen bereits vor Ausbildungsbeginn intensiver um die künftigen Auszubildenden. Besondere Angebote zur Einführung in die Ausbildung gehören mittlerweile zum Standard.
  • Der Trend geht zu eigenen Fortbildungsprogrammen für Auszubildende. Internetbasierte Lernplattformen sind eher selten und stehen noch am Anfang.
  • Die Zahl der Kommunen, die ihren Auszubildenden Hospitationen und Austauschprogramme anbieten, wächst stetig. Ebenso nehmen Patenschaften zu. Einige Kommunen bieten bereits Coachings für Auszubildende an.
  • Das Lernen geschieht zunehmend im Rahmen von Projekten. Auf diese Weise werden Schlüsselkompetenzen erworben. Darüber hinaus stellen sie einen Attraktivitätsfaktor dar und fördern die Bindung der Auszubildenden an ihre Kommune.
  • Auch bei den Rahmenbedingungen zeigt sich eine große Vielfalt, wie z. B. "die Azubi-WG" oder die Ausbildung in Teilzeit.
  • Klassische Beurteilungen werden zunehmend ergänzt bzw. ersetzt durch Lernbericht und/oder Gesprächsangebote, die der persönlichen Weiterentwicklung dienen sollen.
  • Eine Kommune, die Stadt Hamm, macht Zielvereinbarungen mit ihren Auszubildenden.
Fazit: Immer mehr Kommunen haben erkannt, wie wichtig eine professionelle und kundenorientierte Ausbildung ist, um die Zukunftsfähigkeit ihrer Kommune zu sichern.
 
 

Detail Informationen

Arbeitsergebnisse
KGSt
Krutoff, Heike
20150818A0018
Materialien 10/2015
09.08.2015
3763kb