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Erfahrungen bei der Umsetzung des ersten digitalen
KGSt®-Kongresses

Interview mit Norbert Ottersbach

Im Anschluss an die erfolgreiche Premiere des ersten digitalen Stellenbewertungskongresses haben wir den inhaltlichen Projektleiter der Veranstaltung, Norbert Ottersbach, zu seinen persönlichen Erfahrungen bei der Vorbereitung und Umsetzung des Projekts befragt. Das Interview führte Martina Senekowitsch, Redakteurin des KGSt®-Journals.

KGSt: Was waren die Herausforderungen für den 1. Stellenbewertungskongress.digital der KGSt?

Norbert Ottersbach: Da keine Erfahrungswerte vorlagen, mussten wir vieles komplett neu entwickeln – immer mit dem Wagnis, ob wir auch richtig liegen. Wir hatten Glück mit unserem Technik-Partner und ich bin stolz auf die Kolleginnen und Kollegen, die sich mit unglaublichem Engagement eingebracht haben.

KGSt: Können Sie etwas konkreter werden? Reicht eine gute Technik?

Norbert Ottersbach: Der Einsatz neuester Technik ersetzt noch lange keine guten Inhalte und die Art der Präsentation. Wichtig ist, sich die Dramaturgie für den Tag zu überlegen. Mir war es enorm wichtig, ähnlich wie bei meinen Präsenzveranstaltungen, mit dem Publikum zu interagieren. Beim ersten Kongress Stellenbewertung.digital konnten die Teilnehmenden nicht nur Fragen stellen, sondern mittels Votings, Wortwolken und Highlighten von Fragen immer mitmachen. Hierzu haben wir sehr viele positive Rückmeldungen erhalten, aber es war auch anstrengend, sofort zu antworten.

KGSt: In den Kommunen werden Zoom oder Webex oft nicht zugelassen. Wie haben Sie dies gelöst?

Norbert Ottersbach: Die KGSt hat den ersten Kongress Stellenbewertung.digital über das Internet realisiert. Die Teilnehmenden mussten lediglich eine Kennung und ein individuelles Passwort im Browser eingeben. Auch die Datensicherheit und Anonymität von VoxR war uns wichtig. Hier konnte ein zweites Browser-Fenster geöffnet werden oder die Voting-Teilnahme war über ein Smartphone/Tablet möglich. Über unsere Social-Media- Kanäle haben wir parallel die Teilnehmenden eingebunden.

KGSt: Welche Vor- und Nachteile sehen Sie bei digitalen Kongressen für die Teilnehmenden?

Norbert Ottersbach: Ich spreche lieber davon, was anders ist. Besser ist die Nachhaltigkeit, weil ohne Reisen die Umwelt geschont und weniger Zeit eingesetzt wird. Auch die Kosten sind geringer. Ich empfinde digitale Formate aber auch als nachhaltig, weil die Inhalte sich nicht verflüchtigen, sondern das Wissen langfristig verfügbar ist. Im Übrigen auch für Menschen, die nicht teilgenommen haben und sich im Nachgang den Stream anschauen möchten. Die KGSt hat hier ein neues Angebot eröffnet.

Allerdings fehlt bei digitalen Kongressen die Option, sich persönlich zu vernetzen und auszutauschen. Ich denke, in Zukunft werden beide Welten nebeneinander existieren, zumal wir noch weitere technische Optionen wie Chat-Funktion oder Breakout-Sessions haben.

KGSt: Was ist anders für die Vortragenden?

Norbert Ottersbach: Es ist schon ein komisches Gefühl, nur in verschiedene Kameralinsen zu schauen und keine Reaktion von Menschen zu erleben. Die Referentinnen und Referenten haben dies hervorragend gemacht, obwohl es für alle das erste Mal war. Eine Generalprobe ist wichtig, weil ein Fernsehstudio etwas anderes ist als eine Bühne mit Publikum. Ein professionelles Team in der Organisation ist unabdingbar; da bin ich stolz auf das Team von Seminare & Kongresse der KGSt!

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