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Kommunale Gebäudereinigung aktuell

Rückblick auf die Fachkonferenz vom 17. November 2021

Diese Traditionsveranstaltung wäre fast der Pandemie zum Opfer gefallen, doch dank der Umstellung auf ein digitales Format kamen 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Genuss spannender Präsentationen.

 Bildschirm und Unterlagen zur Fachkonferenz Kommunale Gebäudereinigung

Christoph Bartscher, Leiter des Referats Vergabedienste der Bundesstadt Bonn, begann die Konferenz mit Aktuellem aus dem Vergaberecht. Er spannte den Bogen von der Nutzung von Vergabeplattformen über Fristberechnungen bis hin zum Wettbewerbsregister. Der Teufel liegt mitunter im Detail, doch wer über aktuelle Rechtsprechung und Entwicklungen im Bilde ist, weiß seine Vergaben rechtssicher durchzuführen.

Gregor Zajac, Referent im Geschäftsbereich Beratung & Vergleiche, steuerte unter dem Motto "Vergleichen setzt Zeichen!" neue Erkenntnisse und Kennzahlen aus der Vergleichsringarbeit bei. Weiterhin stellt sich Fremdreinigung, rein unter Kostenaspekten und Leistungszahlen, günstiger als die Eigenreinigung dar. Doch darf bei Vergleichen die Betrachtung der erbrachten Leistungsgüte nicht vergessen werden. In den aktuellen Vergleichsergebnissen hat die Pandemielage der letzten rund eineinhalb Jahre keine signifikanten Änderungen verursacht.

Dem nach wie vor oft diskutierten Thema der Eingruppierung eigener Reinigungskräfte widmeten sich André Kortenacker, Gebäudewirtschaft der Stadt Hagen, und Lutz Schiske, Reinigungsmeister der Stadt Bochum. In ihren Beiträgen zeigten sie, welche Erfahrungen sie jeweils in ihren Städten sammeln konnten und beleuchteten, dass bei ansonsten gleicher Rechtslage unterschiedliche lokale Rahmenbedingungen (z. B. Öffnungs- und Reinigungszeiten, Objektart, Nutzung von Reinigungsmaschinen, politischer Wille) durchaus zu unterschiedlichen Vorgehensweisen führen können. Dabei könne es kein richtig oder falsch geben, wohl aber einen gut durchdachten und fundierten lokalen Lösungsweg.

Den Abschluss bildete Saskia Clemens vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt Koblenz. Sie präsentierte live die dort installierte digitalisierte Unterstützung des Reinigungsmanagements und stellte einige "grüne" Maßnahmen, wie z. B. Rückholung und Recycling von Handtuchpapier, Nutzung von E-Lastenrädern, Umstellung auf vollständig umweltverträgliche Reinigungsmittel und die zentrale Wäsche von Möppen vor. Ein Einblick in das Pilotprojekt Graupflege und digitale Gefährdungsbeurteilungen rundeten ihren Vortrag ab.

Auch wenn der sonst rege genutzte Gedankenaustausch in den Pausen leider ausfallen musste, nutzten die Teilnehmenden gern die Möglichkeit der Fragestellung im Rahmen des digitalen Formats.

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Bildnachweis: Megafon – Aktuelles © Zerbor Adobe.Stock