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Führungstag der Stadt Karlsruhe

Am 11. Juli 2019 fanden sich 175 leitende Beschäftigte im Rathaus der Stadt ein. Der #führungstag|digital|2019 bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein vielseitiges Programm.

 Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup begrüßte die Anwesenden. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup begrüßte die Anwesenden.

In seiner Begrüßungrede stellte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup klar: "Es geht nicht darum, dass wir uns anpassen, das ist mir zu passiv. Wir wollen den Prozess der Digitalisierung gemeinsam gestalten." Dr. Wolfram Schneyder von der Tübinger Beratungsfirma VS Consulting moderierte die Veranstaltung. Er stimmte dem Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe zu und machte deutlich: "Wer kann die Flut aufhalten? Niemand, das macht keinen Sinn."

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 Ines Hansen Ines Hansen

Mit dem Lied "Keine Maschine" von Tim Benzko, das durch die Lautsprecher im Bürgersaal schallte, eröffnete Ines Hansen, KGSt-Programmbereichsleiterin Personalmanagement, ihren Vortrag "Führen in der digitalen Transformation". "Benzkos Lied hat nicht die Digitalisierung zum Thema, aber es enthält Grundsätze, über die ich heute mit Ihnen sprechen will", sagte die Verwaltungsexpertin. Ihr ging es unter anderem um aktives Handeln und darum, als Führende die eigene Persönlichkeit einzubringen, an der eigenen Überzeugung festzuhalten und nicht einfach nur weiterzumachen.

Die Digitalisierung bietet die Chance, die Prozesse und Abläufe in der Verwaltung nachhaltig zu optimieren. Im Workshop "Denken in Prozessen" konnten sich die Führungskräfte in einem interaktiven Mitmachspiel praktisch mit der Thematik auseinander setzen. Denn auf dem Weg in eine moderne Verwaltung geht es nicht nur um die technologische Modernisierung, sondern auch um die organisatorischen Auswirkungen.

Beim "Marktplatz der Ideen" stellten städtische Akteure an zahlreichen Informationsständen Digitalisierungsprojekte und deren aktuellen Stand vor. Hier konnten sich die Teilnehmenden austauschen und Anregungen für ihren Arbeitsalltag holen.

Über ihr Projekt E-Rechnung informierten die Stadtkämmerei und das Amt für Informationstechnik und Digitalisierung. Das Projekt bringt der Verwaltung deutliche Vorteile, indem der Prozess von der Rechnungsstellung bis zur Auszahlung von durchschnittlich zwölf auf fünf Tage verkürzt wird. "Führungskräfte können sich mit der E-Rechnung bequem einen Überblick über alle Rechnungen verschaffen, die aktuell in ihrer Dienststelle bearbeitet werden", berichtete Christof Hölzl, Digitalisierungstrainer und Mitarbeiter im Projekt.

Außerdem erlebten die Anwesenden, dass die Digitalisierung nicht nur ein Begriff, sondern bereits jetzt greifbar ist. Im Rathaus wurde vor Kurzem das Digitale Bürgerbüro eröffnet, in dem Bürgerinnen und Bürger selbständig Verwaltungsgänge erledigen können. Auch für die Mitarbeitenden gibt es einen digitalen Raum – das Digital Lab. Es ermöglicht, gemeinsam an digitalen Lösungen zu arbeiten und zahlreiche technische Möglichkeiten zu testen.

Die Multifunktions-App digital@ka war eine der Attraktionen beim Marktplatz der Ideen. Das digitale Leuchtturmprojekt der Stadtverwaltung, das zuletzt sogar mit dem internationalen eGovernmentpreis 2019 ausgezeichnet wurde, vereint die digitalen Dienste in Karlsruhe in einer Smartphone-App. Derzeit wird hierfür an einem ersten Prototyp gearbeitet.

Hinter dem Begriff "Open Government" steckt u. a. die Veröffentlichung von Daten als Open Data, damit zwischen Öffentlichkeit und Verwaltung mehr Transparenz entsteht. Nachdem Prof. Dr. Ralf Daum von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mannheim über das Thema informiert hatte, zeigte IT-Amtsleiter Markus Losert praktische Möglichkeiten für die Stadt Karlsruhe auf.

IT-Bürgermeister Dr. Albert Käuflein hob in seiner Abschlussrede die Wichtigkeit der Digitalisierung hervor: "Ich habe im Internet im Job-Futuromaten 'Bürgermeister oder Bürgermeisterin' eingegeben. Dabei kam heraus, dass 44 Prozent meiner Aufgaben ein Roboter erledigen kann". Schmunzelnd kommentierte er das Ergebnis: "Meine Frau würde sich freuen, wenn ich früher nach Hause käme".

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