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Gewalt gegen Beschäftigte (kommunaler) Gebietskörperschaften

Online-Befragung im Oktober und November 2021

Es gibt verschiedene Hinweise, dass Beschäftigte des öffentlichen Dienstes im Rahmen ihrer Tätigkeit zunehmend von körperlicher Gewalt, z. B. Schlägen, Tritten, Angriffen mit Gegenständen oder Waffen, und psychischer Gewalt, z. B. Anfeindungen, Beleidigungen/Beschimpfungen, betroffen sind. Flächendeckende Zahlen liegen bisher aber nicht vor.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) das Deutsche Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV) damit beauftragt, eine Untersuchung zum Ausmaß von Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sowie zu möglichen Handlungsansätzen durchzuführen.

Im Rahmen dieser Untersuchung wird im Oktober und November 2021 eine Befragung (kommunaler) Gebietskörperschaften durchgeführt. Zudem werden Berufsfeuerwehren und kommunale Rettungsdienste befragt. Hierdurch soll eine umfassende Datenbasis zur Häufigkeit von gewalttätigen Übergriffen sowie zum Einsatz und zur Einschätzung von Präventions- und Nachsorgemaßnahmen geschaffen werden.

Das BMI bittet um Unterstützung des Forschungsvorhabens durch die Teilnahme an der Befragung – unabhängig davon, ob es in der (kommunalen) Gebietskörperschaft bzw. in der Berufsfeuerwehr oder im Rettungsdienst in den letzten Jahren gewalttätige Übergriffe gegeben hat oder nicht.

Ein Befragungslink an die Kommunen wird in Kürze verschickt.

In einem ersten Schritt wird eine Metastudie erstellt, die einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Phänomen der Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sowie über Strategien, Maßnahmen und Initiativen zur Eindämmung der Gewalt bietet. In einem zweiten Schritt wird mithilfe von Befragungen das Ausmaß der Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Deutschland abgeschätzt. In einem dritten Schritt werden schließlich Maßnahmen herausgearbeitet, die sich als erfolgversprechend bei der Eindämmung von gewalttätigen Übergriffen auf Beschäftigte des öffentlichen Dienstes insgesamt oder in den Schwerpunktbereichen erwiesen haben oder erweisen könnten.

Die unterschiedlichen Untersuchungsergebnisse werden in einem Bericht zusammengeführt und im Frühjahr 2022 auf einer Abschlussveranstaltung einer breiten Fachöffentlichkeit vorgestellt.

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