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Gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen

Modernes kommunales Dienstleistungsangebot gehört dazu

Es ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung, für "gleichwertige Lebensverhältnisse" in allen Teilen des Landes zu sorgen. Der Teilhabeatlas "Ungleichwertige Lebensverhältnisse und wie Menschen sie wahrnehmen" des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zeigt, wie weit die Wirklichkeit von diesem Wunsch entfernt ist.

Die Analyse von 401 Landkreisen und kreisfreien Städten offenbart erhebliche Differenzen in den gesellschaftlichen Teilhabechancen ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Es macht einen großen Unterschied, ob sie an der Küste im Norden, im Westen an Rhein und Ruhr, im Alpenvorland im Süden oder im Osten an Unstrut und Oder leben.

Um herauszufinden, wie die Menschen die ungleichen Lebensverhältnisse wahrnehmen, besuchte man 15 Regionen in allen Teilen der Republik. Es wurden Gespräche mit Bürgern, Politikern und Vertretern aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft geführt. Die Studie zeichnet ein detailliertes Bild vom vielfältigen Leben in diesem Land.

Das Thema "gleichwertige Lebensverhältnisse" hat viele Facetten. Auch eine funktionierende Verwaltung, die ein gutes und modernes Dienstleistungsangebot für die örtliche Gemeinschaft bereithält, gehört dazu.

Zentrale Treiber, um den kommunalen Bürgerservice zu modernisieren, sind in diesem Zusammenhang die Wünsche und Erwartungen der Bürger*innen, Kundinnen und Kunden, die Arbeitsdichte und die demografischen und sozialen Aspekte. Dagegen sind Aspekte wie Ressourcenknappheit und fehlende Infrastruktur eher Hemmnisse. Sie führen aktuell dazu, dass viele Angebote hinter den technischen und den aus der Privatwirtschaft bekannten Möglichkeiten zurückbleiben. Aber muss das so sein?

Kommunalverwaltungen sollten die beschrieben Herausforderungen zum Anlass nehmen, um die Organisation ihres Services im Sinne ihrer Bürgerinnen und Bürger zu überprüfen, weiter zu denken und neu auszurichten. Das gilt für alle Bereiche der Verwaltung: Bürgerbüros, Kulturbüros, Volkshochschulen, Bibliotheken, Museen, Umweltämter etc. Zusammen prägen sie das Image ihrer Verwaltung als Dienstleistungskommune.

Die Ziele liegen auf der Hand: bessere Bürger- und Kundenorientierung über unterschiedliche Kommunikations- und Transaktionskanäle, ein bedarfsgerechtes Leistungsangebot sowie die Reduzierung von Warte-, Wege- und Bearbeitungszeiten. Technologische Entwicklungen spielen dabei eine große Rolle. Eine intelligente Vernetzung von physischen und digitalen Dienstleistungen ermöglicht neue Formen der Prozessgestaltung, Organisation und Steuerung, setzt diese aber auch voraus.

Die zentrale Frage, um den Bürgerservice weiter zu denken, lautet also: Wie entwickeln Kommunen ein vernetztes Dienstleistungsangebot? Unser Bericht Bürgerservice weiter denken. Impulse zur Neuausrichtung liefert dafür zahlreiche Anregungen, KGSt-Mitglieder können ihn kostenlos herunterladen.

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