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Herausforderungen der Rechnungsprüfung im Bereich IT

Studie zu Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung in Deutschland

Die Digitalisierung in den Kommunen wird nicht zuletzt aufgrund der gesetzlichen Anforderungen stetig vorangetrieben. Dadurch vergrößert sich auch das Aufgabenfeld der internen Revision bzw. örtlichen Rechnungsprüfung, insbesondere im Bereich der IT-Prüfung.

Eine im August 2020 veröffentlichte Studie von Lünendonk zum Thema Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften befasst sich mit der Veränderung in der Arbeit der Wirtschaftsprüfung. Auch wenn sich die Studie auf die Wirtschaftsprüfung im Allgemeinen bezieht, so sind die wesentlichen Aspekte auch für die interne Revision bzw. die örtliche Rechnungsprüfung in den Kommunen adaptierbar und bedeutsam.

Die Studie führt aus, dass für die neuen Aufgaben der Prüfung mehr technische Kompetenzen benötigt werden. Zudem stellt sie dar, dass sich durch Big Data, Business Analytics und Automatisierung der Fokus der Wirtschaftsprüfung vermehrt auf die Datenqualität in den Unternehmen und die allgemeine IT-Kontrolle richten wird.

Als Schlüsselkompetenz für die Prüfung wird die Fähigkeit beschrieben, beliebig große Datenmengen zu extrahieren, zu analysieren und zu interpretieren. Auch der Ort der Prüfung wird flexibler und durch die Möglichkeit des jederzeitigen Zugriffs auf Daten sind bereits unterjährige Korrekturen möglich.

Als mögliche Potenziale für die Verbesserung der Abschlussprüfung wird ausgeführt, dass Dokumentationen mittels Blockchain sowie eine prozess-, daten- und systemorientierte Auditierung nicht nur die Qualität in der Abschlussprüfung verbessert, sondern auch Fehlerquellen minimieren könnte. Außerdem könnten Frühwarnsysteme im Sinne eines IKS oder Risikomanagements installiert werden.

Laut Analyse bekommt auch die Beratungskompetenz der Abschlussprüfung in Zukunft mehr Gewicht. Um den Herausforderungen gerecht zu werden, werden perspektivisch Fachkräfte benötigt, um die anstehenden Veränderungen in der Prüfung auch leisten zu können. Digitale Hilfsmittel können die Prüfung zwar unterstützen, diese müssen aber auch angewandt werden können.

Die Studie benennt insgesamt drei Perspektiven für die Wirtschaftsprüfung:

  1. Entlastung durch die digitalen Hilfsmittel. Zudem wird die Stärkung eigentlicher Kompetenzen, wie analytisches Denken, Bewertungsstärke und Kommunikationsfähigkeit, gestärkt.
  2. Die Abschlussprüfung selbst wandelt sich zu einer prozessorientierten, daten- und systemorientierten Auditierung.
  3. Die Prüfung der Zukunft ist mehr als nur eine Leistung. Es wird einen Wandel zur Prozessverbesserung geben.

Die Studie macht deutlich, dass auf die kommunalen Prüforgane große Herausforderungen zukommen werden, die auch zu einem neuen Rollenverständnis führen können. Die Anforderungen an die Fach- und Sozialkompetenz sowie im persönlichen Bereich nehmen vermehrt zu und bilden zukünftig die Grundlage der kommunalen Rechnungsprüfung.

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