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Inklusion an Schulen

Untersuchung des Landesrechnungshofes Schleswig-Holstein

Mit einem Sonderbericht hat der Landesrechnungshof Schleswig-Holstein im Oktober 2017 die Ergebnisse der Prüfung "Inklusion an Schulen" veröffentlicht. Der Bericht konzentriert sich dabei auf die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf.

Neben pädagogischen Themen befasst sich der Bericht auch mit Fragen, die die Kommunen unmittelbar betreffen: bauliche Anforderungen, Schulbegleitung im Rahmen der Eingliederungshilfe, Schulsozialarbeit.

Im Hinblick auf bauliche Anforderungen empfiehlt der Landesrechnungshof, Musterraumprogramme zu entwickeln und baufachliche Beratung zu institutionalisieren. Darüber hinaus regt er an, ein Schulbauförderprogramm einzurichten. Anderenfalls sieht er die Gefahr, dass Einzellösungen und unmittelbare Reaktionen auf aktuell auftretende Bedarfe dominieren.

Zur Schulbegleitung im Rahmen der Eingliederungshilfe empfiehlt der Landesrechnungshof, einen Modellversuch in zwei Kreisen und zwei kreisfreien Städten durchzuführen und dabei beim jeweiligen Schulamt die Ressourcen für die Lehr- und Hilfskräfte und auch für die Schulbegleitung zu bündeln.

Für die Schulsozialarbeit schlägt er u. a. vor, ein Rahmenkonzept und Förderrichtlinien zu entwickeln.

Der Bericht des Landesrechnungshofs stellt zusammenfassend fest, dass die für den Schulbau zuständigen Kommunen den finanziellen Aufwand für einen inklusionsfesten Umbau nicht alleine tragen können. Abschließend: "Die Landesregierung muss in einem Konzept darlegen, welchen Standard und welche Ausbaustufen sie bei der inklusiven Beschulung erreichen will und wie dies finanziert werden soll. Sie muss dabei Prioritäten setzen." (S. 14).

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