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Innovationszirkel für kleine Kommunen
tagte in Bad Sassendorf

Rückblick auf die 11. Sitzung

Anlässlich seiner Frühjahrstagung nutzte der Innovationszirkel für kleine Kommunen die Gelegenheit, sich vor Ort über die lokale Gestaltung des Miteinanders der Generationen zu informieren.

 Bürgermeister Malte Dahlhoff erläutert das Sanierungsprojekt Soletherme und Gradierwerk Bürgermeister Malte Dahlhoff erläutert das Sanierungsprojekt Soletherme und Gradierwerk

Bad Sassendorf hat sich historisch von einem Kurort zu einem auf Reha-Behandlungen und Gesundheits-Tourismus spezialisierten Standort entwickelt. Außerdem ist ein markant hoher Anteil älterer Bewohner zu verzeichnen: 26 % der Einwohner sind 60-80 Jahre alt, 12 % der Einwohner sind älter als 80 Jahre.

Bürgermeister Malte Dahlhoff berichtete über die kommunalen Aktivitäten zur Entwicklung der Gemeinde zu einem Mehrgenerationenort, mit großem Schwerpunkt bei älteren Menschen. Eckpunkte sind u. a. die Schaffung eines bedarfsgerechten Wohnumfelds durch die Veränderung von Infrastruktur sowie der bürgerschaftlichen und gesellschaftlichen Angebote sowie die Erschließung ehrenamtlicher Potenziale. Schlussendlich wird für ältere und jüngere Generationen sowie für die Gesamtgemeinde eine Win-win-win-Situation angestrebt, in der die Weitergabe von Werten, Identifikation, Achtsamkeit und Rücksicht das Miteinander prägen.

Christian Mainka, City&Bits GmbH, erzählte von seiner Tätigkeit in der Gemeinde Wennigsen. Die Bereitstellung von Co-Working Spaces soll lokale Arbeitsräume für Pendler, Kreative, aber auch Vereine oder Dienstleister schaffen. Co-Working Spaces ermöglichen wohnen, leben und arbeiten an einem Ort und helfen, den Pendlerverkehr ins nahe gelegene Hannover zu reduzieren. Unterstützt werden solche Projekte durch die zunehmende Digitalisierung in der Arbeitswelt, die häufig  Arbeitsleistung und Arbeitsort entkoppelt. Ein ähnliches Konzept sind Maker-Spaces, in denen sich Handwerker Räume und Maschinen teilen. Vorteile aus kommunaler Sicht können die Nutzung von Leerstandsobjekten, die Reduzierung von Landflucht sowie die Stärkung der lokalen Wertschöpfungskette sein.

KGSt-Referentin Bettina Henrichs stellte Kernaussagen des demnächst erscheinenden KGSt-Berichts "Wirkungsorientierte Steuerung in kleinen Kommunen ist machbar" vor. Darin werden Wege aufgezeigt, wie der Paradigmenwechsel von der Inputsteuerung hin zur Steuerung auf der Basis angestrebter Wirkungen angegangen werden sollte. Nicht nur die Dinge richtig tun, sondern vor allem die richtigen Dinge tun, das sollte die Handlungsmaxime sein.

Abschließend präsentierte Andra Stallmeyer, Referentin im KGSt-Geschäftsbereich Beratung & Vergleiche, Aktuelles aus den Vergleichsringen für kleine Kommunen.

Wie immer nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zur Diskussion der Präsentationsinhalte sowie zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Der Innovationszirkel steht interessierten Führungspersonen aus kleinen Kommunen offen. Bei Interesse sprechen Sie Elke Grossenbacher an. Die nächste Sitzung findet im Spätherbst 2018 statt.

Ein Ergebnis der Arbeit des Innovationszirkels steht allen KGSt-Mitgliedern frisch zur Verfügung. Der Bericht 6/2018 "Organisationsmodell für Kommunen der Größenklasse 7" ist fertig und kann abgerufen werden.

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