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Innovatives Management

Wie bringen wir mehr PS auf die Straße?

Kommunen als Tempomacher für die Digitalisierung?! Mehr Eigenleistung oder mehr Unterstützung? Unter diesem Motto wurde am 30. Oktober 2019 auf der Fachkonferenz "Innovatives Management" der MACH AG heiß diskutiert.

 Marc Groß und Anika Krellmann leiteten die Werkstatt Marc Groß und Anika Krellmann leiteten die Werkstatt "Wie bringen wir mehr PS auf die Straße?"

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedenen Kommunalverwaltungen und anderen Verwaltungsbereichen war schnell war klar: Kooperation und Kollaboration ist ein entscheidender Faktor für erfolgreiches Verwaltungshandeln – und das gilt umso mehr für die Digitalisierung.

Dabei muss bedacht werden, dass die Digitalisierung auf kommunaler Ebene viele Facetten hat. Um einen Eindruck von der digitalen Vielfältigkeit in Kommunen zu vermitteln, seien neben der Verwaltungsmodernisierung nur einige Schlagworte wie Smart City, Digital Health oder E-Learning genannt.

"Wie bringen wir mehr PS auf die Straße?" hieß die Werksatt 3, geleitetet von Anika Krellmann und Marc Groß aus dem KGSt-Programmbereich Organisations- und Informationsmanagement. Sie stellten zur Beginn anhand eines Schaubilds das Ökosystem der Digitalisierung vor und veranschaulichten, wie es sich im Zuge der Digitalisierung verändert.

In der anschließenden Diskussion wurde schnell klar, dass die Digitalisierung kein Selbstzweck ist. Sie muss immer das Ziel haben, die konkreten Lebensbedingungen der Menschen in den Kommunen zu verbessern.

Die Frage ist also: Wie lautet der kommunale Auftrag im Zuge der Digitalisierung?

Es folgte ein wahres Feuerwerk an Antworten, Ideen und Herausforderungen, die im Kern alle eines gemeinsam haben: Der Wert der Digitalisierung ist, Menschen wieder mehr mit Menschen in Kontakt zu bringen. Moderne Technik und schlanke, digitale Prozesse befreien uns von unnötigen und wenig sinnstiftenden Tätigkeiten und verschaffen uns wieder Zeit und Raum für die wirklich wichtigen – weil menschlichen – Dinge.

Raum ist dabei ein wichtiges Stichwort, denn Menschen brauchen einen physischen und real existierenden Raum, um sich zu begegnen. Dieser wichtige analoge Teil muss bei der Digitalisierung also immer mitgedacht werden. Ein Auftrag der Kommunen ist es, diesen Raum zu schaffen.

Darüber hinaus wurden viele weitere Antworten gefunden. Hier eine Auswahl:

  • Kommunen geben dem Staat ein Gesicht und prägen den Eindruck der Bürger*innen in Bezug auf die Verwaltung.
  • Kommunen wollen (und müssen künftig umso mehr) attraktive Arbeitgeber mit modernen Arbeitsmethoden sein.
  • Kommunen schaffen die Infrastruktur und Grundlage für Digitalisierung. Sei es durch ein offenes WLAN für alle Bürger*innen, ein LoRa WAN für Smart City Anwendungen oder durch die ganz praktische Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten.
  • Dienstleistungen müssen inklusiv gestaltet werden – auch in Hinsicht auf nicht-digitale Menschen.
  • Öffentliche Daten sollen auch wirklich öffentlich zur Verfügung gestellt werden. So können Innovationen, Arbeitsplätze und Vorteile für die Menschen in den Kommunen entstehen.
  • Mit der Digitalisierung kann der Vereinsamung vieler Menschen entgegengewirkt werden. Dafür werden passende digitale und analoge Angebote benötigt.

Vieles ist möglich, auch das ist eine Erkenntnis dieses Workshops. Oft braucht es nur eine Idee und ein wenig Mut, um einfach mal etwas zu starten. Geht es gut, kann man es ausbauen. Wenn nicht, kann man viel daraus lernen und gestärkt etwas anderes beginnen.

Und was ist mit der Angst der Mitarbeiter*innen der Kommunalverwaltungen? Viele Menschen sind verunsichert und fragen sich, ob sie in einer digitalen Verwaltung überhaupt noch gebraucht werden. Aber auch hier gilt, dass die Digitalisierung die Lebensbedingungen der Menschen verbessert.

Deshalb möchten wir abschließend die Mut stiftenden Worten eines Teilnehmers zitieren: "Ich sage meinen Kolleginnen und Kollegen immer, wenn wir digitalisieren, fällt nicht euer Arbeitsplatz weg – aber das Blöde an eurer Arbeit fällt weg."

In diesem Sinne: Lassen Sie uns die Digitalisierung der Verwaltung als etwas begreifen, das wieder mehr Möglichkeiten für menschliche Begegnungen und sinnstiftende Tätigkeiten schafft!

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