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Wie können Integrationserfolge gemessen werden?

Interessenten für einen Vergleichsring Integration gesucht!

Folgende Aussage haben Sie in den vergangenen Monaten bestimmt schon öfter gehört:
Die Integration von Migrantinnen und Migranten wird in den kommenden Jahren eine der wesentlichen kommunalen Herausforderungen sein.

Kommunale Praktiker stehen jedoch vor einer Reihe von Fragen: „

  • Was ist Integration? „„
  • Ab wann sind Migrantinnen und Migranten integriert? „„
  • Wie kann Integration gemessen werden? „„
  • Wie können Integrationsdefizite gemessen werden?
  • Welche Maßnahmen sind geeignet, um Integration zu fördern?
  • „„…

Diesen Fragen haben wir uns in diesem Jahr bereits in zwei KGSt®-Berichten gewidmet: "Kommunales Integrationsmanagement. Teil 1: Managementansätze und strategische Konzeptionierung" und "Kommunales Integrationsmanagement. Teil 2: Handlungsfelder und Erfolgsfaktoren".

Die wesentlichen Inhalte haben wir gemeinsam mit unseren Partnern von der Bertelsmann Stiftung und der Robert Bosch Stiftung GmbH in einem Erklärvideo zusammengefasst. Sie finden es in Kürze im KGSt®-Portal.

Wir empfehlen, sich den Herausforderungen im Bereich der Integration über einen strategischen Ansatz zu nähern. Die Maßnahmen, Aktivitäten und Produkte sollten sich demzufolge nach den integrationspolitischen Zielen der jeweiligen Kommune ausrichten.

Für diesen strategischen Ansatz zur Steuerung des Integrationsmanagements ist auch eine entsprechende Wirkungsmessung erforderlich. Grundlage sind Indikatoren, welche die Wirkung von Integrationsmaßnahmen valide und zuverlässig messen. Außerdem sollte es für die Kommune möglich sein, diese Indikatoren zu erheben. Das führt in der kommunalen Praxis mitunter zu Problemen.

Im Frühjahr 2018 werden wir einen Bericht zur "Wirkungsmessung von Integration" veröffentlichen. Eine Arbeitsgruppe entwickelt derzeit Indikatoren zur Wirkungsmessung. Allerdings ist es schwierig, die eigene Situation sowie die Erfolge von Integrationsmaßnahmen ohne den Vergleich mit anderen einzuschätzen.

Vor diesem Hintergrund planen wir, den bundesweiten Vergleichsring Integration auf Grundlage der Ergebnisse der Vergleichsringe Integration für Landkreise aus den Jahren 2011/2012 sowie 2016/2017 fortzusetzen. Weil das Thema Integration alle kommunalen Ebenen betrifft, öffnen wir den Vergleichsring auch für kreisfreie und kreisangehörige Städte ab 50 000 Einwohner.

Im Vergleichsring wollen wir zum einen die in der Arbeitsgruppe "Wirkungsmessung Integration" erarbeiteten Indikatoren erheben und einer Evaluation und vergleichenden Analyse unterziehen. Zum anderen umfasst die Arbeit auch eine kennzahlengestützte Bewertung der aktuellen Situation. Grundlage dafür sind vorhandene Daten wie z. B. die SGB-II-Statistik, die Schulstatistik, Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung, Abschlüsse in Sprach- und Integrationskursen u. ä. sowie die Ergebnisse eines Fragebogens zu Integrationsmaßnahmen der Kommunalverwaltung.

Auf Basis dieser Informationen erfolgt ein interkommunaler Erfahrungsaustausch über Inhalte und Wirksamkeit von Integrationsmaßnahmen. Eigene Integrationsmaßnahmen können auf diese Weise überprüft und gegebenenfalls neu ausgerichtet werden.

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