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Technologische Trends zum Greifen nah

Nachlese zum KGSt®-Kongress IT

Cloud Computing, Künstliche Intelligenz (KI), Bots und Internet of Things: Im Umfeld der kommunalen IT lesen und hören wir nahezu täglich von diesen großen IT-Trends. Doch was bedeuten sie für Städte, Kreise und Gemeinden?

Der KGSt®-Kongress IT: Strategie, Kommunikation und Netze (AKN-Forum) am 14. und 15. März 2018 in Kassel machte diese Trends greifbarer. Es wurden nicht nur kommunale Anwendungsfelder für technologische Innovationen aufgezeigt, sondern auch bodenständige, in der kommunalen Praxis realisierte Lösungen vorgestellt.

Der IT-Kongress geht hervor aus dem jährlichen Forum für Telekommunikation und Netze (AKN-Forum) des Arbeitskreises für Kommunikation und Netze (AKN) des Deutschen Städtetages. Rund 120 IT-Expertinnen und IT-Experten waren in diesem Jahr dabei.

In Sachen Digitalisierung sind wir erst beim "Gruß aus der Küche", stellten Ralf Lion, Vorsitzender des AKN, und Marc Groß, Programmbereichsleiter Organisations- und Informationsmanagement in der KGSt, in der Begrüßung heraus. Schmackhaft machten die nachfolgenden Vorträge sowohl neue technologische Möglichkeiten als auch ein anderes Selbstverständnis von der Rolle der Verwaltung im Ökosystem der Digitalisierung.

Marc Groß betonte: "Digitalisierung ist mehr als IT". Es geht ebenso um soziokulturelle Werte und Veränderungsprozesse in der örtlichen Gemeinschaft hin zu mehr Vernetzung, Kollaboration, Teamwork und Experimentiergeist. Damit war der Weg bereitet für einen Kongress, der sich die Verbindung der Perspektive des kommunalen Managements mit der technischen Perspektive zum Ziel setzt.

Mark Mattingley-Scott von IBM ist ausgewiesener Experte für Künstliche Intelligenz, Data Analytics und Internet of Things. Er verdeutlichte diese Trends und ihre Bedeutung im allgemeinen. Dann zeigte Peter Parycek, Leiter des Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer FOKUS Institut Berlin, konkrete Handlungspotenziale für Kommunalverwaltungen auf.

Damit lieferte er den Auftakt für die "Parallel Slots". Sie wurden in diesem Jahr erstmalig angeboten und nahmen entweder aktuelle Fragen des Managements im Kontext der IT oder technische Fragen unter die Lupe.

Im Management Slot befassten sich die Teilnehmenden mit der Bedeutung des Digitalen Arbeitsplatzes. Dazu lieferte KGSt-Referentin Anika Krellmann einen Impuls. Diesen gestaltete Stefan Domanske, Landkreis Lüneburg, weiter aus. In seinem Vortrag "Open Source, Open Data, Open Mind" stellte er geschickt eine Verbindung zwischen den Potenzialen von Open Source-Produkten, Open Data und einer dafür notwendigen offenen Haltung her.

Lars Greifzu von der Lecos GmbH machte den Trend "All IP" verständlich und stellte dar, welche Auswirkungen es hat, wenn der PC zur Seltenheit im Netz wird. Auf großes Interesse stieß auch der Beitrag von Siham Skocic, Stadt Karlsruhe. Sie zeigte, wie die Stadt Karlsruhe "Mobiles Arbeiten" als moderner Arbeitgeber ermöglicht und regelt.

Im Technik-Slot stellten Andreas Obermüller von der Stadt Saarbrücken und Stefan Weinberger von der Stadt Nürnberg die in ihren Verwaltungen realisierten WLAN-Konzepte vor. Berichte aus der Praxis gab es für alle Teilnehmenden, die aktuell vor Herausforderungen in diesem Kontext stehen.

Von einer erfolgreichen Zusammenführung von Netzen berichteten Uwe Koch, Landeshauptstadt Stuttgart, und Willi Bartsch, Netze BW. Uwe Austermühl, Stadt Düsseldorf, stellte eine Sourcing-Konzept für die Kommunikationsinfrastruktur vor.

Nach den Parallel Slots begaben sich die Teilnehmenden "über die Wolken": Cloud Computing war das Thema, zu dem Thomas Langkabel mit brandneuen Informationen zur Microsoft Cloud auftrat. Theo Kratz stellte einen praxisorientierten Ansatz aus der Stadt Bergheim vor und zeigte, wie Potenziale der Cloud genutzt werden können und wie sich die IT-Steuerung dafür aufstellen muss.

Mit Experimentierfeldern der Zukunft startete der zweite Tag des Kongresses. Stefan Kaufmann, Querdenker, Millennial und Digitalisierungsexperte der Stadt Ulm, stellte u. a. das dortige Verschwörhaus vor, einen kommunalen "Maker Space".

Ein bisschen experimentieren ist auch angesagt, wenn IT-Notfallmanagement-Konzepte entwickelt werden. Klaus Dieter Poppe, Stadt Hamm, und Karl Rinscheid, Landeshauptstadt München, präsentierten überzeugende Lösungen aus der kommunalen Praxis. KGSt-Referentin Gaby Beckmann stellte das KGSt-Verwaltungsscreening vor. Eine Methode, die für diesen Zweck, aber auch für andere Anwendungsszenarien in der IT,  auf der Basis von Prozessen einen hervorragenden Ordnungsrahmen bietet.

Den Abschluss machte der Beauftragte für den Datenschutz der Stadt Köln, Frank Fricke. Die Anwesenden lauschten aufmerksam, als es um das Konzept für die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ging.

Innovativ, informativ und inspirierend war der diesjährige IT-Kongress. Deshalb freuen sich die KGSt und der AKN auf die Fortsetzung im nächsten Jahr. Der IT-Kongress 2019 wird voraussichtlich wieder im März stattfinden. Bleiben Sie auf dem neuesten Stand unter dem Hashtag #KKIT19 !

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