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KGSt®-Strategieoffensive

Warum es sich lohnt, es einfach zu machen!

Die Digitalisierung und VUCA lassen auch die Arbeit in den Kommunen anders werden. Eine neue Generation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommt z. B. mit dem Wunsch an den Arbeitgeber Kommune heran, neue Formen von Arbeitszeit und Arbeitsort zu erproben. Viele Tätigkeiten im Außendienst, beispielsweise im Ordnungs- oder Baubereich, werden mittlerweile digital unterstützt, so dass die internen Prozesse verschlankt und neu ausgerichtet werden können.

Die Veränderungen haben aber auch enorm große Auswirkungen auf die einzelnen Arbeitsplätze – jahrelange Routinen lösen sich auf und die Einbindung in die Prozesse gestaltet sich ganz anders. Das alles erzeugt große Unsicherheit.

Wohin soll es gehen, wenn die Technik sich so schnell in der Entwicklung selbst überholt? Wie und was wird passieren, wenn die künstliche Intelligenz noch mehr Einzug in die Welt der Verwaltung hält? Und wo wollen wir eigentlich im Fachbereich Jugend hin, wo sich plötzlich alles um den Umweltschutz dreht?

In diesen unsicheren Zeiten braucht es Orientierung, um alle Kraft in eine Richtung zu lenken. Und was kann besser Orientierung geben als eine STRATEGIE?

Doch das Thema der Strategieentwicklung ist ein unbeliebtes. Die Prozesse werden meist als unübersichtlich beschrieben oder es wird solange geplant, bis die Annahmen schon veraltet sind. Ist also Strategie doch entbehrlich? NEIN!

Mit unserem aktuellen Projekt zur Strategieentwicklung und -umsetzung wollen wir Lust auf Strategie machen. Wir wollen ermutigen, einfach zu beginnen und sich im Prozess zu professionalisieren und starten deshalb hier mit der Beschreibung unterschiedlicher Einstiegsoptionen in die Strategiearbeit.

Die erste Methode ist ein Strategieboard als "Canvas".

Dies bedeutet, sich zu unterschiedlichen Fragestellungen auf einer Seite einen Überblick zu verschaffen, was es schon gibt, welche Beteiligten einzubeziehen sind, welche Schritte angegangen werden sollten, was die eigentliche Wirkung des Handelns ist und welche wichtigsten Fragen beantwortet werden sollten.

Entstanden sind die folgenden sechs Boards:

  • Ein Board für Führungskräfte
    – egal in welchem Fachbereich Sie Führungskraft sind. Idee bei diesem Board ist, dass unabhängig davon, ob es eine Gesamtstrategie gibt oder nicht, jede Führungskraft sich Gedanken über einen eigenen Handlungsanlass im jeweiligen Verantwortungsbereich machen kann, um dann Schritt für Schritt eine strategische Diskussion im Bereich anzustoßen. Je mehr Menschen eingebunden werden, desto besser wirken die strategischen Überlegungen in der Umsetzung. Wenn ICH mitdiskutiert habe, bin ich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter auch eher bereit, mich in der Umsetzung stark zu machen.
  • Ein Board für die Entwicklung eines Personalentwicklungskonzepts
    Ein wichtiger Bigpoint in der Strategie des Personalmanagements. In diesem Board befinden sich vor allem Fragen, die auf dem Weg zu einem Konzept in diesem Bereich beantwortet werden müssen und bieten die Chance, alles im Blick zu behalten.
  • Ein New-Work Board
    Dieser Begriff ist so schillernd und vielfältig, dass eine Definition sehr herausfordernd ist, je nachdem, aus welcher Wissensperspektive geschaut wird. In unserem New Work Board finden sich vier Bereiche wieder, die die Schwerpunkte aus unserer Sicht hinter dem Modell wiederspiegeln. Diesen sind jeweils Fragen zugeordnet, die dazu beitragen können, ein gemeinsames und geteiltes Verständnis für die jeweilige Kommune zu entwickeln.
  • Das Strategieboard zur IT-Strategie
    Dazu gibt es einen ausführlichen KGSt®-Bericht "Kommunale IT erfolgreich steuern. Teil" (6/2017) mit konkreten Schritten. Um den Einstieg zu erleichtern, kann das Strategieboard helfen. Es enthält unterschiedliche Fragen, die Sie sich für die Entwicklung einer IT-Strategie, welche an die Gesamtstrategie anknüpft und Bezugspunkt für die jährliche IT-Vorhabenplanung ist, stellen müssen.
  • Das Strategieboard zur Digitalisierung
    Eine Digitalisierungsstrategie zu entwickeln, erfordert einen ganzheitlichen Blick auf unterschiedliche Gestaltungsfelder der Kommune. Sie benötigen eine Vision von Ihrer "Digitalen Kommune", arbeiten mit den unterschiedlichsten Akteuren in der örtlichen Gemeinschaft und im Konzern Kommune zusammen und müssen sich mit Trends, Herausforderungen und örtlichen Problemstellungen befassen, damit Digitalisierung Werte schaffen kann. Ideen werden partizipativ entwickelt und sollten an konkreten Wertversprechen gemessen werden. Das Board liefert einen ersten Überblick, indem es Ihnen relevante Fragestellungen aufzeigt.
  • Ein Strategieboard zur Entwicklung einer Bibliotheksstrategie
    Bei der Entwicklung einer Bibliotheksstrategie spielen die Zielgruppen und die Stakeholder eine ganz besondere Rolle. "Wer steht im Fokus unserer Wirkungen?" und "Wen möchten wir erreichen und wen nicht?" können zentrale Fragen sein. Außerdem gewinnt die Bibliothek als dritter Ort immer mehr an Bedeutung. Öffentlicher Raum mit Zugang zu digitalen Medien, digitaler Bildung und Diskurs zur Digitalisierung wird relevant bei den digitalen Fragen in einer Kommune.

Fangen Sie jetzt an! Starten Sie den Dialog in Ihren Bereichen. Hier könnte es Sinn machen, das unterschiedliche Beteiligte jede/r für sich die Boards bearbeitet und dann im örtlichen Prozess die unterschiedlichen Perspektiven zusammengetragen werden. So können Sichtweisen, Einschätzungen und Haltungen sichtbar und damit besprechbar gemacht werden.

Je mehr Mitstreitende Sie gewinnen können, desto mehr werden Sie örtlich umsetzen können. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt Methodenwissen benötigt wird, finden Sie in vielen KGSt®-Berichten hilfreiche Beschreibungen. Sehen Sie sich dazu unsere Literaturliste in der rechten Spalte unter "Leistungen zum Thema" an.

Die Strategieboards sind ein guter Einstieg, um in den Diskurs zur Strategiearbeit zu gelangen. Darum lohnt es sich, es einfach zu machen!

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