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30 Jahre Kommunalfinanzen: KGSt verabschiedet
Manfred Pook

Langjähriger Leiter des Programmbereichs Finanzmanagement
geht in den Ruhestand

Fast genau 30 Jahre ist es nun her seit Manfred Pook im Mai 1988 zur KGSt kam. Am 26. Februar 2018 haben wir ihn feierlich in seinen mehr als wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Viele ehemalige und aktuelle Mitstreiterinnen und Mitstreiter und fast alle Kolleginnen und Kollegen der KGSt waren gekommen, um ihm die besten Wünsche mit auf den Weg zu geben.

In seiner Abschiedsrede blickte KGSt-Vorstand Rainer Christian Beutel auf den beruflichen Werdegang von Manfred Pook zurück und würdigte seine Leistungen:

Geboren wurde Manfred Pook im Februar 1952. Nach seiner Bundeswehrzeit begann er 1973 an der Georg-August-Universität in Göttingen das Studium der Volkswirtschaftslehre. Nach Abschluss des Studiums trat er in den Dienst der Stadt Köln. Dort wurde er 1981 Abteilungsleiter Abfallwirtschaft und blieb sieben Jahre in dieser Position. Manfred Pook selbst betrachtete diese berufliche Station mit den damit verbundenen praktischen Erfahrungen immer als wichtige Grundlage für seine gesamte weitere Laufbahn bei der KGSt. Dort startete er 1988 als Hauptreferent im Arbeitsbereich Finanz- und Rechnungswesen.

Unter dem damaligen Vorstand Professor Gerhard Banner setzte Manfred Pook erste Schwerpunkte mit den Berichten "Nutzung von Schulräumen bei rückläufigen Schülerzahlen" (B 11/1989), "Kostenrechnung. Wirtschaftlichkeitssteuerung und Entgeltkalkulation im Rettungsdienst" (B 16/1991) sowie "Der Baubetriebshof in kleinen und mittleren Gemeinden. Teil II: Kennzahlenkonzept" (B 14/1992).

Im Zuge der Einführung des neuen Steuerungsmodells (NSM) und der damit verbundenen Implementierung einer stärker betriebswirtschaftlich orientierten Steuerung engagierte er sich erfolgreich in den diesbezüglich relevanten Folgeberichten der KGSt, die auf dem NSM-Bericht (B 5/1993) aufbauten.

Als Betriebsratsvorsitzender begleitete er in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre die Belegschaft der KGSt in einer wirtschaftlich sehr schmerzvollen Zeit. Als das Schlimmste überstanden war, wurde Manfred Pook im Jahr 2000 nach einigen Umorganisationen Leiter des Programmbereichs "Methoden der Steuerung, Wettbewerb, Vermögensmanagement".

Nach einer Neuorganisation der KGSt übernahm er 2002 gemeinsam mit Heiner Beckhof den Programmbereich Finanzmanagement, den er später ab 2004 bis zu seinem Ausscheiden alleine geleitet hat. In dieser Zeit wurde er zur entscheidenden Person, die den Bereich Finanzmanagement der KGSt nachhaltig prägte, er war sozusagen das Gesicht der KGSt in allen Fragen der Kommunalfinanzen.

Mit Inkrafttreten des NKFG NRW zum 1.01.2004, das viele Folgeregelungen in anderen Bundesländern fand, erlebte er ganz unmittelbar im Finanzbereich die erste gesetzlichinstitutionelle Verankerung besserer kommunaler Steuerung in der Folge des Neuen Steuerungsmodells. Am Thema neues kommunales Haushalts- und Rechnungswesen, von der Kameralistik zur Doppik, arbeitete Manfred Pook bis heute mit großer Leidenschaft. Ob Budgetierung, Controlling, bessere Steuerung mit Kennzahlen im Haushalt, die Herausforderungen für eine zeitgemäße kommunale Rechnungsprüfung, die Vergleichsdatenbank Doppik und vieles mehr: Manfred Pook hat die damit verbundenen Themen mit ebensoviel inhaltlicher wie emotionaler Überzeugungskraft in der kommunalen Familie vertreten.

Manfred Pook verband eine ausgeprägte strategische Kompetenz für die Ziele der KGSt und seines Programmbereiches mit einer enormen Sorgfalt und Präzision. Er war ein detailgenauer Visionär. In der gesamten Fachwelt und auch im Gutachterausschuss Finanzmanagement wurde er nicht zuletzt deshalb sehr hoch geschätzt. Auch in fachfremde Themen, die für die KGSt insgesamt wichtig waren, hat er sich engagiert eingearbeitet und wichtige Beiträge geleistet – z. B. bei der Entwicklung des KGSt®-Portals und dessen Relaunch.

Neben der hohen fachlichen Kompetenz hob Rainer Christian Beutel auch viele persönliche Eigenschaften hervor, die Kolleginnen und Kollegen an Manfred Pook besonders schätzten: Er war immer hilfsbereit, immer ansprechbar und immer bereit, sich mit den Anliegen, die an ihn herangetragen wurden, zu beschäftigen. Trotz eines starken eigenen Standpunktes war er immer wieder offen für Konsens und Kompromisse. Kolleginnen und Kollegen erlebten ihn unter anderem loyal, aufrichtig, respektvoll und im wahrsten Sinne des Wortes – einfach kollegial.

Dass er für die KGSt brennt, hat er bis zum Schluss bewiesen: Sein berufliches Engagement, das offiziell bereits am 31. August 2017 mit Erreichen der Regelsaltersgrenze zu Ende gewesen wäre, hat er über die Altersgrenze hinaus verlängert. Ohne Zögern war er bereit, noch für das KGSt®-FORUM im September 2017 und dessen Nachbereitung zur Verfügung zu stehen.  Anschließend stellte er ein zweites Mal – nach Rücksprache mit seiner Frau – seine persönlichen Belange zu Gunsten der KGSt zurück. Er verlängerte auf unsere Bitte hin seinen Einsatz bis Ende Februar 2018 und trat nun erst nach Vollendung seines 66. Lebensjahres in den Ruhestand ein.

Für uns als KGSt hat dieser Abschied zwei Seiten: Einerseits freuen wir uns mit Manfred Pook und seiner Frau darüber, dass jetzt eine schöne Zeit mit vielen Möglichkeiten für Gemeinsames vor ihnen liegt. Andererseits können wir uns die KGSt noch nicht so richtig ohne ihn vorstellen und müssen uns erst daran gewöhnen. Auf alle Fälle wünschen wir ihm und seiner Frau eine lange und glückliche gemeinsame Zeit im Ruhestand, vor allem viel Gesundheit, gute Pläne und gute Erlebnisse.

Alles, alles Gute, lieber Herr Pook, vielen Dank, Tschüss und auf Wiedersehen! 

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