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KGSt zu Gast beim
"1. Netzwerktreffen Fördermittelmanagement"

24. Januar 2020 in Nürnberg

Im Auftrag der Stadt Nürnberg hatte die KGSt im September 2019 einen Aufruf zum Austausch über die Organisation und Weiterentwicklung des Fördermittelmanagements gestartet. Nun war es soweit: 30 kommunale Expertinnen und Experten aus dem gesamten Bundesgebiet kamen zum ersten Netzwerktreffen nach Nürnberg, um Handlungsschwerpunkte und Steuerungserfordernisse zu diskutieren.

 Puzzle Fördermittel © Holger Luck – Fotolia.com Puzzle Fördermittel © Holger Luck – Fotolia.com

In seiner Begrüßung betonte der Nürnberger Stadtkämmerer Harald Riedel die zunehmende Bedeutung der Fördermittel für den Haushalt, insbesondere im investiven Bereich. Im Mittelpunkt des Netzwerktreffens stehe daher der Austausch zu den unterschiedlichen Ansatzpunkten der teilnehmenden Kommunen, die Steuerung von Fördermitteln besser zu gestalten.

Eingeladen hatte Gabi Jachmann von der zentralen Koordinationsstelle für investive Förderprogramme der Stadt Nürnberg. Sie stellte Gestaltungsfelder des Fördermittelmanagements und damit auch den "roten Faden" durch die Veranstaltung vor.

Beatrice Dott, KGSt-Referentin im Programmbereich Finanzmanagement, wies zunächst auf Herausforderungen des Fördermanagements und Aktivitäten der KGSt zum Thema hin. Auch wenn in vielen Kommunen vorerst die Perspektive als Fördermittelempfänger und die Drittmittelakquise im Vordergrund stehen, sieht die KGSt die Notwendigkeit eines integrierten Fördermanagements, das die Ausreichung kommunaler Fördermittel ebenso betrachtet, insbesondere in Verbindung mit dem zu finanzierenden Eigenanteil bei Förderungen durch andere staatliche Ebenen.

Einen Einblick in das Fördermittelmanagement der Stadt Osnabrück bot die Präsentation von Daniela Barlag, die den Servicegedanken einer zentralen Stelle für die verantwortlichen Fachbereiche betonte. Dazu zählen beispielsweise die Fördermittelrecherche, die Unterstützung bei der Antragstellung oder bei der Aufstellung von Kosten- und Finanzierungsplänen ebenso wie Fortbildungsangebote. Die Stadt Osnabrück ist im Verbund mit 17 anderen Kommunen im Weser-Ems-Gebiet bei einem externen Anbieter unter Vertrag, der unter anderem Fördermittelrecherchen durchführt.

Die Stadt Solingen verfolgt mit ihrem Fördermittelmanagement einen strategischen Ansatz. Martin Hückeler betonte die Verantwortung der Fachbereiche für das operative Fördergeschäft, eine zentrale Einheit sei als "Hilfe zur Selbsthilfe" zu sehen (Management: lateinisch manus, "Hand" und lateinisch agere, "führen", "an der Hand führen"). Die Bandbreite der Einschätzungen zu Strategie, Strukturen und Systemen innerhalb eines Fördermittelmanagements sollte zum Anlass genommen werden, diese weiter zu diskutieren. Außerdem verwies er auf die Aktivitäten verschiedener Arbeitskreise zum Thema, die eine Abstimmung beziehungsweise einen Austausch erfordere.

Abschließend wurden Aspekte, die ein Fördermittelmanagement ausmachen und einer Gestaltung bedürfen, gesammelt:

Rechercheprozess

  • Informationszugang für förderinteressierte Kommunen, frühzeitige Kenntnisnahme und Beurteilung von Fördermöglichkeiten
  • Fachkonzepte als Grundlage für die erfolgreiche Recherche und zeitnahe Antragstellung 
  • Recherche dezentral, zentral oder durch Dritte

Antragsprozess

  • Professionalisierung der Antragstellung
  • Koordinierung der Antragsstellung aus mehreren Fachbereichen

Umsetzungs- und Kontrollprozess (zentrale Aspekte)

  • Bestandserhebung und Monitoring sämtlicher Aktivitäten der Verwaltung, Gestaltung von Bearbeitungsprozessen, IT-Instrumente
  • Steuerung und Koordinierung der Umsetzung fachübergreifender Förderprojekte und -maßnahmen, Kontrolle der Einhaltung von Förderbedingungen
  • Auswertung der finanziellen Auswirkungen (Finanzierungsgrad, Eigenmittel, Folgekosten, Verwaltungsaufwand) 
  • Analyse der Förderungen hinsichtlich ihres Nutzens/ihrer Wirkung für das örtliche Gemeinwesen
  • Controlling und Berichterstattung

Das nächste Netzwerktreffen widmet sich der Diskussion und dem Austausch über Möglichkeiten einer Datenbank für beantragte und erhaltende Fördermittel. Weitere Schwerpunkte werden noch formuliert.

Ein herzliches Dankeschön von allen Teilnehmern ging an die Stadt Nürnberg als Gastgeberin des ersten Netzwerktreffens. Die KGSt wird auch über das zweite Netzwerktreffen, das für den 19. Juni 2020 bei der Stadt Osnabrück geplant ist, berichten.

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