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Kommunal-Barometer 2019

Wie weit ist Deutschland auf dem Weg zur digitalen Kämmerei 4.0?

In Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt hat das Münchner Unternehmen der FinTech Branche ComneX GmbH 2019 eine Umfrage zur Kommunalfinanzierung durchgeführt. Befragt wurden über 170 Kommunen, kommunale Unternehmen und Finanzinstitute.

 Quelle: Kommunal-Barometer 2019, CommneX und Technische Universität Darmstadt, S. 15 Quelle: Kommunal-Barometer 2019, CommneX und Technische Universität Darmstadt, S. 15

Mehr als 54 Prozent der Befragten aus Kommunen und kommunalen Unternehmen sehen die Kämmerei bzw. die Finanzabteilung als wesentlichen Treiber bei der Umsetzung der Digitalisierung in der kommunalen Verwaltung. Das digitale Know-how der Mitarbeiter in der Verwaltung bzw. der Kämmerei schätzen diese mit über 60 Prozent als "gut" ein.

Ein Schwerpunkt der Studie lag auch auf der Analyse der Anforderungen und Instrumente im kommunalen Zins- und Schuldenmanagement. So wurde unter anderem untersucht, wieviel Bearbeitungszeit der durchschnittliche Prozess einer Kreditausschreibung in Anspruch nimmt, über welche Medien die Finanzausschreibungen erfolgen, wie sich die Resonanz auf die Ausschreibungen entwickelt hat, welche Laufzeiten die Festgeldgeschäfte überwiegend haben und wie die Absicherung der Kommune für den Fall steigender Zinsen beurteilt wird.

In den meisten Kommunen werden Angebote für Kommunalkredite per Telefon, Fax oder durch einzelne E-Mails eingeholt. Die Resonanz auf die Ausschreibungen hat sich, laut Angaben von über 60 Prozent der Teilnehmenden, in den letzten fünf vergangenen Jahren eher verschlechtert. Dies könnte nach Aussage der Finanzinstitute am niedrigen Zinsniveau und an den schwachen Gewinnerzielungsmöglichkeiten liegen.

Die Laufzeiten der Kommunalkredite (Festgeldgeschäfte) wiesen in der überwiegenden Mehrheit (57 Prozent) kurze Zinsbindungsfristen auf (zwischen 1-3 Monaten). Knapp die Hälfte der Befragten, sowohl bei den Kommunen als auch bei den Finanzinstituten, erwarten steigende Zinsen erst nach 2020, worauf die Kommunen mehrheitlich vorbereitet sind. Hinsichtlich der Frage, welche Anforderungen Kommunen an einen digitalen Marktplatz haben, wünschen diese sich dabei Transparenz und Unabhängigkeit, Vergleichbarkeit der Angebote und einfache Bedienbarkeit.

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