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Neues aus dem Innovationszirkel

Kleine Kommunen unter 10 000 Einwohner

Zu seiner Frühjahrssitzung kam der Innovationszirkel im Mai in Köln zusammen. Das Thema Mobilität nahm bei dem Treffen breiten Raum ein.

Michael Schramek, u. a. Vorsitzender des Netzwerks intelligente Mobilität (NiMO), berichtete dazu von zwei spannenden regionalen Projekten:

Ein vielschichtiges Mobilitätsangebot entwickelte der Verein "Vorfahrt für Jesberg" im 2 500-Einwohner-Ort Jesberg in Hessen. Seit 2016 werden Car-Sharing, Pedelec- und E-Lastenrad-Verleih, Lieferservices, sowie ehrenamtliche Fahrdienste angeboten.

Das Konzept des "pulsierenden" Carsharings setzt der Schwalm-Eder-Kreis derzeit um. Dabei nutzen drei kommunale Behörden und ein Geldinstitut gemeinsam einen Fahrzeugpool, der darüber hinaus allen Einwohnerinnen und Einwohnern zur Verfügung steht. Zudem verteilen sich die Fahrzeuge nach Feierabend im Kreisgebiet, so dass auch Menschen abseits der Kreisstadt Homberg (Efze) diese nutzen können.

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 Abbildung: Sammeltaxi Uchte

Die Einführung eines Anrufsammeltaxis in seiner Gemeinde stellte Andreas Jasper, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Samtgemeinde Uchte, vor. Es wurde auf die lokalen Bedürfnisse und Rahmenbedingungen angepasst, hat inzwischen 187 Haltepunkte und wird von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen.

Das Sammeltaxi ist eines der Ergebnisse des Projekts "Regionales Entwicklungsmanagement mittleres Niedersachsen". Dazu schlossen sich sechs Kommunen und zwei Landkreise zur Stärkung ihrer Region und Hebung der Attraktivität zusammen. Unter anderem auf der Basis einer Bevölkerungs-Befragung wurden, neben dem Thema der Mobilität, weitere fünf Handlungsfelder identifiziert und verschiedene Aktivitäten gestartet.

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 Abbildung: Primus-Schule Titz

Zum Thema Familienfreundlichkeit leitete Jürgen Frantzen, Bürgermeister der Gemeinde Titz, über und stellte zwei lokale Projekte vor, die die Familienfreundlichkeit der Gemeinde unterstreichen und fördern.

Er berichtete zunächst über sehr positive Erfahrungen mit der zweizügigen PRIMUS-Schule, einer von fünf Modellschulen in NRW. Das Konzept des auf zehn Jahre konzipierten gemeinsamen Lernens, die günstige Schüler-Lehrer-Relation (19,5) und die wissenschaftliche Begleitung haben sich bewährt.  Mittlerweile steigen die Schülerzahlen, mit Anmeldungen auch aus Nachbargemeinden.

Gemeindekindergarten Zauberwelt Das andere Projekt, der  Gemeindekindergarten Zauberwelt Titz, wurde beim Deutschen Kita-Preis 2019 mit einem zweiten Platz ausgezeichnet.

Die Jury hob hervor, dass Neues gewagt und Qualität weiter entwickelt wird. DerGemeindekindergarten Zauberwelt versteht sich als integraler Bestandteil des Sozialraums und bietet auf dieser Basis den Kindern Zutrauen und Freiräume.

Abschließend warfen die Teilnehmenden des Innovationszirkels einen Blick in die Zukunft. Sie trugen erste Ideen für Veranstaltungen auf dem KGSt®-FORUM 2020 zusammen. Speziell für kleinere Kommunen möchte die KGSt gute Anregungen für ihre Arbeit anbieten, die Vorbereitungen haben bereits begonnen.

Der Innovationszirkel trifft sich erneut im Herbst 2019. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen!

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