Webcontent-Anzeige

OZG 2.0

Das Onlinezugangsgesetz nutzerorientiert weiterentwickeln

Es war eine der ersten Aufgaben des noch recht jungen Kommunalgremiums des IT-Planungsrats, konkrete kommunale Anforderungen an die Umsetzung des FIT-Stores sowie an das EfA-Prinzip zu benennen. Man kann mit Recht behaupten, dass damit die kommunale Familie erstmals aktiv in die konzeptionellen Überlegungen zum OZG eingebunden wurde.

 Position der KGSt: Anforderungen an das OZG Position der KGSt: Anforderungen an das OZG

Das ist eine positive Entwicklung, die dringend erforderlich ist, schaut man sich die Antworten der rund 150 Teilnehmenden des KGSt-Kongresses "Digitale Kommune unplugged" am 26. November 2020 an. Das OZG wird in seiner Umsetzung als chaotisch, ungesteuert und wenig nutzerorientiert wahrgenommen. Kommunen sind aber die unmittelbare Kontaktstelle für die Bürgerschaft und für Unternehmen. Folglich muss der Nutzerfokus auch bei der Nachnutzung des OZG oberste Priorität haben.

Im föderalen Mammut-Projekt "OZG" sind bei den Kommunen in der Umsetzung deutlich klare Grenzen zu erkennen. Allein können sie die Herausforderungen nicht lösen! Aber sie können Anforderungen formulieren, um das OZG und damit das örtliche E-Government erfolgreich zu machen. Eine Anforderung, welche die KGSt gemeinsam mit kommunalen Expertinnen und Experten entwickelt hat, lautet:

Zentrale bzw. zentralere IT-Fachverfahren und Online-Services bei Auftragsangelegenheiten des Bundes bereitstellen, damit Kommunen diese Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen anbieten können.

Sie ist Bestandteil eines Positionspapiers, das wir in das Kommunalgremium des IT-Planungsrats als Diskussionsgrundlage eingebracht haben. Das Dokument steht – unabhängig von einer Mitgliedschaft bei der KGSt – zum Download bereit: Anforderungen an das OZG aus kommunal-fachlicher Sicht zur Diskussion im Kommunalgremium des IT-Planungsrats.

Eine abschließende Diskussion war bisher selbstverständlich noch nicht möglich, aber das ist auch nicht das erklärte Ziel. Laut Thomas Bönig, IT-Referent der Landeshauptstadt München, muss mit dieser Positionierung jetzt ein dringend erforderlicher Diskussionsprozess im föderalen Kontext beginnen, um die Verwaltungsdigitalisierung erfolgreich zu gestalten.

Ihre Meinung dazu interessiert uns sehr. Schicken Sie uns diese gerne per E-Mail: omim@kgst.de.

Webcontent-Anzeige
Bildnachweis: Megafon – Aktuelles © Zerbor Adobe.Stock