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Mitarbeitende binden

Aufgrund der hohen Arbeitsplatzsicherheit im öffentlichen Dienst wird oft angenommen, dass eine hohe Bindung bestehen müsste. Sollte man sich daher überhaupt Gedanken um Mitarbeitendenbindung machen?

Die Arbeitswelt verändert sich rasant: Mobiles Arbeiten, Fachkräftemangel, Automation und Künstliche Intelligenz sind dafür nur einige Schlagwörter. Um diesen Wandel erfolgreich zu meistern, ist das Personalmanagement (Mit-)Gestalter und strategischer Partner von Verwaltungsspitze und Führungskräften. Denn das "passende Personal" ist eine zentrale Säule für die Leistungsfähigkeit einer wirksamen Kommune.

Kommunen brauchen Mitarbeitende unterschiedlicher Generationen, die motiviert, gesund und somit möglichst lange erwerbsfähig bleiben. Sie brauchen Mitarbeitende mit der "richtigen" Haltung – einem Commitment im Sinne einer tiefen Verbundenheit zum Arbeitgebenden – sowie der Fähigkeit, sich an stetige Veränderungen anzupassen und mit Innovationsfreude die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, um Mehrwerte für Bürger, Kunden und sich selbst zu schaffen.

Dies gelingt nur, wenn die Kommune als attraktive Arbeitgeberin sowohl neue Beschäftigte gewinnt als auch die Mitarbeitenden insgesamt dauerhaft binden kann. Mitarbeitendenbindung in diesem Sinne ist kein "nice to have", sondern ein zentraler Erfolgsfaktor zur Bewältigung des Fach- und Führungskräftemangels und zum Erhalt der Leistungsfähigkeit der Kommune.

Studien zeigen, dass die Erwartungen von Beschäftigten an ihre Arbeitgebenden sehr individuell und abhängig von ihrer jeweiligen Lebensphase sind. Die Kommunen als Arbeitgebende sollten die Erwartungen und Werte ihrer Mitarbeitenden kennen. Je größer die Bindung langjähriger und neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Kommune ist, desto besser werden ihre Potenziale genutzt.

Eine erfolgreiche Bindung entsteht vor allem durch eine sinnstiftende Organisationskultur, werteorientierte Führung, individuelle Personalentwicklung und eine attraktive Arbeitsgestaltung. Ein Blick in die kommunale Praxis zeigt, "das Rad muss nicht neu erfunden werden", denn es gibt bereits bewährte Maßnahmen, die als gute Basis dienen können.

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