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Portalverbund und elektronische Standards

IT-Planungsrat beschließt weitere Schritte zur Digitalen Verwaltung

Der IT-Planungsrat hat in seiner Sitzung am 5. Oktober 2017 in Potsdam die IT-Architektur des Portalverbunds beschlossen. Dies ist ein erster wichtiger Meilenstein und Grundlage für die Verknüpfung der Verwaltungsportale von Bund, Ländern und Kommunen unter Berücksichtigung der föderalen Strukturen. Ziel des Portalverbunds ist es, Leistungen für Unternehmen und Bürger kundenzentriert – einfach und sicher – über einen gemeinsamen Portalverbund anzubieten.

Das Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen (OZG) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, binnen fünf Jahren alle Verwaltungsleistungen über Verwaltungsportale digital verfügbar zu machen und diese Portale zu einem einheitlichen Verbund zu verknüpfen. Dafür müssen vor allem Kommunen ihre Prozesse auf den Prüfstand stellen und digitalisieren – im Idealfall von Anfang bis Ende. Wir unterstützen unsere Mitgliedskommunen auf diesem Weg, über unseren Prozesskatalog und über unsere Prozessbibliothek, in der wir zukünftig den digitalen Prozess noch deutlich stärker in den Mittelpunkt rücken.

Darüber hinaus hat der IT-Planungsrat mehrere elektronische Standards beschlossen:

XDomea. Dieser Standard regelt den fach- und ebenenübergreifenden Austausch von Akten, Vorgängen und Dokumenten. Dieser Standard ist sowohl für die weitere Digitalisierung der Verwaltung als auch für die Zusammenarbeit mit Dritten erforderlich. XDomea unterstützt Bürger und Unternehmen, beispielsweise bei der Akteneinsicht, sowie die Verwaltungen bei der Zusammenarbeit im Bereich Beteiligungen, Übergabe oder abschließend die Abgabe an die Archivverwaltung.

XFall. Der Standard stellt sicher, dass die erfassten Daten aus verschiedenen Antragsportalen in die entsprechenden Fachverfahren der zuständigen Behörden übertragen werden. XFall ist damit eine fachunabhängige, standardisierte Schnittstelle, die den einheitlichen, medienbruchfreien Zugang zu digitalen Dienstleistungen aller öffentlichen Verwaltungen in Bund, Ländern und Kommunen im Sinne des OZG bereitstellt.

XBau und XPlanung. Beide Standards wurden als verbindliche Anwendungen für den Austausch im besonders wichtigen Bau- und Planungsbereich beschlossen. Damit ist eine entscheidende Infrastrukturvoraussetzung geschaffen worden, um Potentiale zur Verwaltungsoptimierung im Bau- und Planungsbereich zu erschließen. XBau dient dem Austausch von standardisierten digitalen Nachrichten in allen bauaufsichtlichen Verfahren, XPlanung dem verlustfreien Austausch von digitalen Planwerken von der Raumordnung bis zur örtlichen Bauleitplanung. Mit beiden Datenaustauschstandards lassen sich künftig die raumbezogenen Vorschriften Deutschlands und die beantragten Vorhaben verorten.

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