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Projekt: Neuberechnung der Gemein- und Sachkostenpauschale

Die Kosten eines Arbeitsplatzes setzen sich zusammen aus den Personalkosten, den Sachkosten (Raumkosten, Geschäftskosten, Telekommunikationskosten und IT-Kosten) und den Gemeinkosten – auch Verwaltungsgemeinkosten genannt (Kosten für Zentrale Services, Steuerungsdienste usw.).

Die Gemeinkostenpauschale von 20 Prozent der Bruttopersonalkosten bei Büroarbeitsplätzen und 15 Prozent bei Nicht-Büroarbeitsplätzen wurde von der KGSt zuletzt 1985 im Wege einer Umfrage ermittelt. Das Bundesfinanzministerium (BMF) legt mittlerweile eine Gemeinkostenpauschale für den Bund von 39,5 bzw. 28,1 Prozent zugrunde. Das allein erfordert eine Überprüfung und Neuberechnung.

Darüber hinaus gibt es Ungereimtheiten in der Systematik:

  • Die Gemeinkostenpauschale wird als prozentualer Zuschlag auf die Bruttopersonalkosten berechnet. Das heißt, höhere Jahrespersonalkosten bedeuten auch höhere Gemeinkosten und umgekehrt. Ist das wirklich so?
  • Eine systematische Trennung von Sachkosten und Gemeinkosten ist schwierig, weil die Kategorisierung organisationsabhängig ist. Beispielsweise sind Personaldienstleistungen durch das Personalamt den Gemeinkosten zuzuordnen. Werden diese durch Dritte, z. B. im Rahmen interkommunaler Zusammenarbeit, erbracht, sind die gleichen Leistungen den Sachkosten zuzurechnen.

Insofern wird die KGSt in den nächsten Monaten eine neue Systematik entwickeln und auf dieser Basis dann neue Pauschalen im Wege einer Umfrage ermitteln.

Wenn Sie in Ihrer Verwaltungen schon Überlegungen zu dem Thema angestellt haben, würden wir uns über einen Erfahrungsaustausch freuen.

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