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Projekt: Open Source in Kommunen

Ein Baustein für mehr digitale Souveränität

Digitale Souveränität. Die aktuellen politischen Debatten, Veranstaltungen, Kongresse und Fachartikel greifen dieses Thema zunehmend auf. Bei der Souveränität geht es im Kern um Selbstbestimmung. Was meinen Sie, was macht die Selbstbestimmung in einer zunehmend digitalisierten Lebens- und Arbeitswelt aus?

Bereits im Jahr 2020 hat die KGSt mit Unterstützung des Deutschen Städtetags und der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e. V. (VITAKO) eine Umfrage zum Thema "Open Source in Kommunen" durchgeführt. Ergebnis: Viele Kommunen sehen sich in kritischer Abhängigkeit von einzelnen nationalen und internationalen Software-Anbietern.

Gleichzeitig hat der Einsatz von Open-Source-Software, die sich gerade durch eine herstellerunabhängige Lizenz auszeichnet, noch viel Potenzial. Vielfach fehlt es noch an Erfahrung und Know-how. Chancen wie eine intensivere interkommunale Zusammenarbeit und gemeinsame Entwicklung und Nachnutzung technischer Lösungen bleiben aktuell noch ungenutzt. Dabei ist gerade die IT-Verantwortung im Zuge der zunehmenden Digitalisierung Teil des kommunalen Gestaltungsauftrags und der kommunalen Selbstverwaltung.

In einer gemeinsamen Initiative zum Thema "Digitale Souveränität" haben der Deutsche Städtetag und die KGSt das Thema aufgegriffen. Das Diskussionspapier "Digitale Souveränität von Kommunen stärken" vom Deutschen Städtetag skizziert einen übergeordneten strategischen Rahmen.

Der KGSt®-Bericht "Open Source in Kommunen. Ein Baustein für mehr Digitale Souveränität." (5/2021) ist mit einer Vielzahl kommunaler Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen und weiteren Partnerinnen und Partnern aus dem Open-Source-Ökosystem entstanden. Er gibt konkrete Hinweise dazu, was genau "Open Source" bedeutet, welche guten Beispiele es gibt, aber auch, vor welchen Herausforderungen Kommunen bei der Einführung und Nutzung von OSS stehen und mit welchen Vorurteilen OSS, sehr häufig zu Unrecht, behaftet ist.

In diesem ersten Teil des Berichts liegt der Schwerpunkt auf dem Einsatz von OSS, weil die Governance-Prozesse innerhalb der Verwaltung häufig noch zu wenig darauf ausgerichtet sind: Dafür ist zunächst ein Grundverständnis zu schaffen und Chancen sowie Herausforderungen sind zu transportieren. Dann ist eine Open-Source-Governance umzusetzen: Dabei geht es um Fragen der IT-strategischen Ausrichtung, der Vergabe und Beschaffung, der Revision, des Lizenzmanagements, aber auch der Nutzendenzentrierung. Diese Fragen wird die KGSt in einem weiteren Bericht aufarbeiten.

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