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Projekt: Wissen ganzheitlich managen

Wissen ist in einem dienstleistungsorientierten Sektor wie der Kommunalverwaltung ein zentraler Produktionsfaktor und zählt damit zu den wertvollsten Ressourcen.

Die Privatwirtschaft hat die Relevanz von Wissen als erfolgskritischem Produktionsfaktor bereits vor Jahren erkannt und entsprechende Maßnahmen zum systematischen Umgang mit dieser Ressource eingeleitet. Im Öffentlichen Sektor hat diese Ressource aufgrund anderer Rahmenbedingungen bislang zumeist wenig Aufmerksamkeit erhalten.

Nun rückt die Bedeutung von Wissen für die Handlungsfähigkeit aufgrund zweier stetig größer werdender Themenlagen ebenfalls immer mehr ins Bewusstsein der kommunalen Entscheidungsträger.

  1. Einstellungsstopps, Wiederbesetzungssperren und die Verringerung der Ausbildungskapazitäten haben zu einer Veralterung der Personalstruktur geführt. Ein Großteil der Beschäftigten wird in den nächsten Jahren zeitgleich aus dem aktiven Dienst ausscheiden.
  2. Der demografische Wandel hat auch im öffentlichen Dienst einen Kampf um Fachkräfte ausgelöst und sorgt für eine beständig hohe Fluktuation.

Damit Kommunen trotz dieser Bedingungen zukunfts- und handlungsfähig bleiben, gilt es, das Wissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern und für die verbleibenden anwendbar zur Verfügung zu stellen. Dieser Aspekt der Wissensbewahrung ist nur ein Aspekt eines ganzheitlichen Wissensmanagements.

Aufgrund der Dringlichkeit, erarbeitet die KGSt gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe aus kommunalen Expertinnen und Experten in einem ersten Schritt eine Anleitung, wie ein anlassbezogener Einstieg in das Wissensmanagement neben der Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von "Wissen" und "Wissensmanagement" gelingen kann.

Eingebettet wird diese Anleitung in eine Initiative, in der Impulse, Anregungen und Best-Practice-Beispiele von der KGSt und aus Kommunen vorgestellt werden. Hierdurch wird aufgezeigt, wie Kommunen anhand ihrer jeweiligen Rahmenfaktoren am besten in das Wissensmanagement einsteigen können, welche Trends und Entwicklungen es zu beachten gilt und welche potentiellen Stolpersteine auftreten können. Abgerundet wird das Angebot durch einen Wissens-Werkzeugkoffer, der stetig neue Methoden und Instrumente aus der kommunalen Praxis aufgreift und nachnutzbar zur Verfügung stellt.

Die KGSt begreift ein ganzheitliches Wissensmanagement als einen Prozess, der aus mehreren Bausteinen besteht. Diese reichen von der Identifikation von Wissen über die Verteilung und Entwicklung bis hin zur Bewertung und Nutzung des Wissens. Daher wird in einem zweiten Schritt aufgezeigt, wie Kommunen mittelfristig alle Bausteine einbeziehen und umsetzen können.

Wenn Wissensmanagement ganzheitlich und dauerhaft in einer Kommune verankert ist, kann das volle Potenzial der Ressource Wissen erschlossen werden. Auch positive Effekte wie Handlungssicherheit, Transparenz, Kooperation, Mitarbeiterzufriedenheit und Innovationsfähigkeit können sich entfalten und weit über das eigentliche Wissensmanagement hinaus wirksam werden. Ein ganzheitliches Wissensmanagement ist daher elementar für die Zukunftsfähigkeit von Kommunen.

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