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Produkthaushalt planen und umsetzen_1308_VIS_1LK


Der Prozess ist in der Arbeitsgruppe zum KSM entwickelt worden. Welche Ziele die Verwaltung erreichen soll, wird mit dem Haushaltsplan festgelegt. Der Haushalt ist eine in eine Satzung gefasste „Zielvereinbarung“ zwischen dem Rat und dem Verwaltungsvorstand. In ihm sind die Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen für alle städtischen Produkte beschrieben. Der Haushalt einer Kommune ist damit das zentrale Instrument im KSM. Im Haushalt erfolgt eine Verknüpfung von Wirkungs-, Leistungs-, Ertrags- und Finanz-daten, um übersichtliche und nachvollziehbare Informationen für die Verwaltungsleitung und den Rat zu gewährleisten.
Auch für die Haushaltsplanung empfiehlt sich ein schrittweises Vorgehen:
1. Den Orientierungsrahmen für die Aufstellung des Produkthaushaltes bildet die be-schlossene Gesamtstrategie. Die Verbindung der strategischen Ziele mit den dafür bereitzustellenden Ressourcen ist die Grundlage strategischer Steuerung.
2. Zu Beginn des Planungsprozesses fasst der Rat den Eckwertebeschluss. Mit dem Eckwertebeschluss werden die grundlegenden Ziele der Kommune und die Kennzah-len, an denen der Erfolg gemessen werden soll, transparent gemacht.
3. Aufgrund des Eckwertebeschlusses legt der Verwaltungsvorstand im Rahmen einer konkretisierten Eckwertevorgabe den Verteilungsschlüssel der zur Verfügung ste-henden Finanzmasse für die Teilhaushalte fest. Die für ihre Teilhaushalte verantwort-lichen Fachbereichsmanager machen mit der Haushaltsaufstellung ihre Budgetvor-schläge. Mit diesem Gegenstromverfahren ist gewährleistet, dass das insgesamt zur Verfügung stehende Finanzvolumen nicht überschritten wird. Die Beschäftigten sind in die Verantwortung für den Haushaltsausgleich einbezogen. Dadurch wird die Not-wendigkeit des Haushaltsausgleichs in den Organisationseinheiten wahrgenommen.
4. Der Produkthaushalt wird nach den üblichen Verfahren in einer Ratssitzung diskutiert und beschlossen.
5. Mit Beginn des Haushaltsjahres findet der Vollzug des Haushaltsplans statt. Der Verwaltungsvorstand steuert die Bewirtschaftung über seine Fachbereichs- und Projektmanager, die für ihre jeweiligen Teilhaushalte, Produkte und Projekte verantwortlich sind. Das Controlling unterstützt bei der Steuerung.
6. Zum Jahresabschluss wird ein Bericht erstellt, in dem die Entwicklung des Gesamt-haushaltes sowie der Stand der Strategieumsetzung dokumentiert wird.


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