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Rechnungswesen

Das kommunale Rechnungswesen (Doppik) basiert auf einem aus drei Komponenten bestehenden Rechnungskonzept und ist integriert in das gesamte kommunale Rechnungs- und Steuerungskonzept.

Die der Haushaltsbewirtschaftung zugrunde liegende Buchführung und Zahlungsabwicklung mündet in den Jahresabschluss. Die Gemeindeordnungen und Gemeindehaushalts- und/oder -kassenverordnungen der Länder regeln die Grundsätze der kommunalen Rechnungslegung (Rechnungslegungsstandards). Sie legen ebenso die Bestandteile des Jahresabschlusses fest. Neben diesem normierten "externen" Rechnungswesen sollen die Gemeinden nach den örtlichen Bedürfnissen eine Kosten- und Leistungsrechnung zur Unterstützung der Verwaltungssteuerung und für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit bei der Aufgabenerfüllung führen ("internes Rechnungswesen").

Die doppelte Buchführung integriert die Rechnungsbestandteile zu einem Gesamtsystem. Die Ergebnisrechnung als Zeitraumrechnung erfasst mit "Ertrag" und "Aufwand" das Ressourcenaufkommen und den Ressourcenverbrauch. Der Maßstab für den Haushaltsausgleich ist die ausgeglichene Ergebnisrechnung. Die Finanzrechnung enthält alle "Einzahlungen" und "Auszahlungen" des Haushaltsjahrs. Neben den Einzahlungen und Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit und aus der Finanztätigkeit sind auch die Ein- und Auszahlungen für Investitionen auszuweisen. Die Bilanz (Vermögensrechnung) als Stichtagsbetrachtung zeigt die Vermögens- und Schuldensituation einer Kommune zum 31.12. eines Haushaltsjahrs. Der Saldo aus Vermögen und Schulden ist der Jahresüberschuss oder der Jahresfehlbetrag. Weitere Bestandteile und ergänzende Dokumente des Jahresabschlusses sind der Anhang und der Lagebericht/Rechenschaftsbericht.

Derzeit plant die Europäische Kommission die Rechnungslegungsstandards der Gebietskörperschaften in Europa zu vereinheitlichen. Die "European Public Sector Accounting Standards" sind zwar bisher nicht geltendes Recht, werden aber vor allem aufgrund der eventuell notwendigen Veränderungen des kommunalen Rechnungswesens zunehmend intensiv diskutiert.

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