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Rückblick auf den Praxistag "FIM in Kommunen"

Föderales Informationsmanagement (FIM) war vor einigen Jahren noch ein kryptisches Kürzel für viele kommunale Praktikerinnen und Praktiker. Dass sich dies inzwischen geändert hat, zeigte das große Interesse an dem Thema bei unserem Praxistag am 28. Januar 2020 in Köln. Die knapp 60 Teilnehmenden diskutierten insbesondere in den Workshops angeregt die Einsatzmöglichkeiten von FIM-Stammtexten, -datenfeldern und -prozessen in Kommunen.

 Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei unserem Praxistag in Köln. Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei unserem Praxistag in Köln.

Aber der Reihe nach: Der Tag begann mit einer kurzen Vorstellung von FIM durch Thorsten Maid von der FITKO (Föderale IT-Kooperation), die seit dem 1. Januar 2020 die FIM-Geschäftsstelle führt. Anschließend schilderte Britta Heck, Abteilungsleiterin Bürgerangelegenheiten in der Stadt Karlsruhe, den Vorteil von FIM-Stammtexten für das 115-Servicecenter und den Webauftritt.

Raik Writschan, zuständig für E-Government in der Hanse- und Unisversitätsstadt Rostock, ist einer der ersten kommunalen FIM-Methodenexperten und verdeutlichte anschaulich die Mammutaufgabe OZG-Umsetzung für eine Kommune. Im Projekt HRO@Business konnte Rostock bereits gute Erfahrungen mit FIM-Bausteinen bei dem Aufbau eines Unternehmensportals sammeln.

"Was bringt mir ein FIM-Stammprozess für mein Geschäftsprozessmanagement?" war der Titel des anschließenden Vortrags von Astrid Meier, Leiterin des Competence Centers GPM der Freien und  Hansestadt Hamburg. Sie erläuterte den Aufbau des Hamburger FIM-Landesrepositories, in dem die drei Bausteine in einem Tool verknüpft sind, und skizzierte, wie künftig Stammprozesse im Geschäftsprozessmanagement eingesetzt werden sollen.

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 John Meister

Nach der Mittagspause ging es in Workshops, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen regen Austausch nutzten.

Abschließend stellte Dr. Gaby Beckmann, KGSt-Referentin im Programmbereich Organisations- und Informationsmanagement zur Diskussion, welche FIM-Kompetenzen in Kommunen aufgebaut werden müssen, um den vollen Nutzen abzuschöpfen.

Eine zentrale Rolle spielen dabei künftig "Kommunale FIM-Anwender", also Personen, die zum einen Zugriff auf die Repositories haben und FIM-Informationen "lesen" können, zum anderen aber auch ihre lokalen Systeme kennen und die FIM-Informationen hierin nutzen können. Einsatzmöglichkeiten sind z. B.:

  • die Einbindung von FIM-Stammtexten in das eigene CMS oder die 115-Wissensdatenbank für eine aufwandsarme Aktualisierung der Systeme
  • die Einbindung von FIM-Datenfeldern in den eigenen Formularmanager für den Aufbau neuer Online-Services oder
  • der Import von FIM-Stammprozessen in das eigene GPM-Tool für Prozessoptimierungs- und Digitalisierungsprojekte.

Als Fazit lässt sich zusammenfassen: Die Erwartungen an FIM sind groß auf der kommunalen Ebene. Jetzt ist es wichtig, dass insbesondere Bund und Länder für den finalen Ausbau der Anwendung sorgen und zusammen mit den OZG-Digitalisierungslaboren zeitnah eine große Menge qualitätsgesicherter Stamminformationen erarbeiten.

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