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Symposium "Kommunal.Digital." – ein Rückblick

Wie sehr verändert sich unser (Zusammen-)Arbeiten in Zukunft wirklich?

Abwechslungs- und erkenntnisreiche Einblicke in die digitale Zukunft erhielten die Teilnehmenden auf der Kooperationsveranstaltung der komba gewerkschaft nrw und der KGSt am 14. Mai 2019 im Kölner Mediapark.

 Moderatoren der Gruppendiskussion: Matthias Hörmeyer, Lena Ottersbach, Benjamin Kinkel, Stefanie Frank, Marcus Rümmler (v. l. n. r.) Moderatoren der Gruppendiskussion: Matthias Hörmeyer, Lena Ottersbach, Benjamin Kinkel, Stefanie Frank, Marcus Rümmler (v. l. n. r.)

Das erklärte Ziel des Symposiums "Kommunal.Digital. – Wie sich unser Arbeiten in Zukunft verändert": Impulse mitgeben, damit vor Ort Lösungen gestalt werden können. Dem Aufruf folgten über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunalverwaltungen des gesamten Bundesgebiets.

Im Zentrum des Symposiums stand der große Megatrend "New Work". Nach der Begrüßung durch Andreas Hemsing, Vorsitzender der komba gewerkschaft NRW, und Ines Hansen, KGSt-Programmbereichsleiterin Personalmanagement, übernahm KGSt-Referent Matthias Hörmeyer die Moderation und die begriffliche Einführung. Direkt zu Beginn der Veranstaltung wurde deutlich, dass New Work kein vorgegebenes Programm oder Konzept ist, sondern eine Frage der Haltung und Führung vor dem Hintergrund der digitalen Transformation.

Genau diesen Gedanken nahm der Keynote-Speaker Robert Franken, Experte für digitale Transformation und Digital Business, in seinem Vortrag mit dem Titel "New Work – Was ist neu, was macht Arbeit?" auf. Er forderte dazu auf, der digitalen Transformation mit einer Mischung aus Neugierde und Skepsis, aber keinesfalls mit Zynismus zu begegnen. Angesichts der Herausforderungen gibt es für ihn nur eine Strategie, wie der Weg in ein neues Arbeiten gelingen kann: Die bestehende Vielfalt von Perspektiven muss in zukunftsgerichtete Überlegungen einbezogen werden. Zugleich rief er dazu auf, die entsprechende Umgebung für eine Fehlerkultur zu schaffen sowie Lernen und Weiterbilden als Normalfall anzusehen.

Günter Schönewald, Leiter des dbb Geschäftsbereichs Grundsatz, Dienstrecht und Verwaltungsreform, zeigte in seinem Vortrag zu Chancen und Risiken der Digitalisierung auf, wie bedeutend in diesem Prozess beispielsweise die Rolle der Personal- und Betriebsräte ist. Seine Botschaft: Die Akzeptanz der Digitalisierung liegt im "Mitgenommen werden" der Beschäftigten.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des gegenseitigen Austauschs und der Vernetzung. In Gruppen diskutierten alle Teilnehmenden im Rahmen eines World Cafés zu unterschiedlichen Aspekten und Auswirkungen des Megatrends New Work und hoben mögliche Erfolgsfaktoren des Wandels hervor. Als Schwerpunkte kristallisierten sich die Themen neue Führungsstile, Mobiles Arbeiten, Arbeitsplatz der Zukunft und Wissensmanagement heraus.

Deutlich wurde insbesondere, dass alle Themen vernetzt und in Projekten gedacht werden müssen: Raus aus dem Silodenken und rein in die Kooperation sollte daher die Devise lauten. Weiterhin stellte sich in den Diskussionsgruppen heraus, dass den Megatrend New Work nicht nur einzelne Bestandteile wie z. B. Mobiles Arbeiten ausmachen, sondern dass es um einen ganzheitlichen Wandel geht, der einerseits durch fachliche Diskussionen, andererseits aber auch durch neue Herangehensweisen, Querdenken und kulturelle Veränderungen geprägt sein wird.

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 Ines Hansen und Andreas Hemsing freuen sich über eine gelungene Kooperationsveranstaltung. Ines Hansen und Andreas Hemsing freuen sich über eine gelungene Kooperationsveranstaltung.

Ein prägnantes Abschlussgespräch von Andreas Hemsing und Ines Hansen leitete das Ende der Veranstaltung ein. Andreas Hemsing unterstrich die Bedeutung der Mitbestimmungsgremien in den Kommunen: "In der Arbeitswelt ist die Vertretung der Beschäftigten durch die Personal- und Betriebsräte gewährleistet. Im Zuge der Digitalisierung ist eine Modernisierung des Personalvertretungsgesetzes für eine zukunftsfähige Mitbestimmung jedoch unerlässlich." Zudem wies er darauf hin, dass die Chancen der digitalen Transformation in Kommunen erst noch erkannt werden müssen: "Die Kommunen sind grundsätzlich für New Work gerüstet, wissen und nutzen es vielfach aber noch nicht".

Für Ines Hansen gibt es keinen Königsweg zu New Work. Sie appellierte an die Teilnehmenden: "Finden Sie den Mut zu eigenen Lösungen!" Der Wandel der Arbeitswelt verlangt insbesondere den Beschäftigten viel ab. Doch Ines Hansen ist davon überzeugt, dass sie, wenn sie lernbereit und neugierig bleiben und durch eine strukturierte Personalentwicklung unterstützt werden, ein gutes Rüstzeug für die Herausforderungen der Zukunft haben.

Die KGSt und die komba gewerkschaft nrw erhielten sehr positives Feedback zu ihrer Kooperationsveranstaltung. Vor allem die Vernetzung und der Austausch, an dem alle Teilnehmenden aktiv beteiligt waren, hinterließen einen bleibenden Eindruck. Matthias Hörmeyer forderte abschließend dazu auf, die an diesem Tag angestoßenen Diskussionen mit in die eigenen Verwaltungen zu nehmen, dort zu intensivieren und gemeinsam mit allen kommunalen Akteuren Lösungen für den digitalen Wandel umzusetzen.

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Bildnachweise
Megafon – Aktuelles © Zerbor www.fotolia.com
Fotos © komba gewerkschaft nrw