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Einfach machen, früh scheitern und daraus lernen!

Am 10. März 2020 hieß es in Köln: Nutzerzentrierung spüren, erleben und einfach mal machen! Die KGSt lud ein zum KGSt®-Service Design-Meet Up! und rund 70 Teilnehmende waren mit Neugier, Tatendrang und vielen eigenen Ideen dabei.

 Live zugeschaltet aus Berlin: Jan-Ole Beyer, BMI Live zugeschaltet aus Berlin: Jan-Ole Beyer, BMI

Aber fangen wir von vorne an: Um 10 Uhr hieß es "herzlich willkommen" und Matthias Hörmeyer, Referent im Programmbereich Organisations- und Informationsmanagement, eröffnete die Veranstaltung mit einigen erfolgreichen und auch weniger erfolgreichen Beispielen nutzerzentrierter Verwaltungsprozesse. Gerade bei den – nicht immer ganz ernst gemeinten – weniger erfolgreichen Beispielen gab es einige Lacher im Publikum, sodass der Tag mit einem positiven Vibe losging.

Anschließend gab es zwei Expertenimpulse: Prof. Birgit Mager, Köln International School of Design/TH Köln und Präsidentin des Internationalen Service Design Networks, brachte mit kommunalen Beispielen aus dem Bereich Obdachlosenhilfe auf den Punkt, was Service Design ausmacht: Co-kreativ und empathisch mit Betroffenen neue wertstiftende Lösungen finden und etablieren.

Jan-Ole Beyer, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), warf aus Bundesperspektive einen Blick auf das Thema Service Design und markierte insbesondere eine These: Service Design erlernt man nur im konkreten 'Doing' – "Einfach machen, früh scheitern und daraus lernen." Der Vortrag von Jan-Ole Beyer wurde, neben anderen Beiträgen, per Videokonferenz live zugeschaltet. Ein neues, aber überzeugendes Erlebnis sowohl für die Teilnehmenden als auch für die Referentinnen und Referenten selbst.

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 Janine Becker, Stadt Köln, Sarah Brühl, Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain und Matthias Hörmeyer, KGSt (von links nach rechts) Janine Becker, Stadt Köln, Sarah Brühl, Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain und Matthias Hörmeyer, KGSt (von links nach rechts)

Nach den zwei Eingangsimpulsen wurde das Service Design sehr greifbar. Janine Becker, Stadt Köln, Sarah Brühl, Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain, und Christine Schröder, Freie Hansestadt Bremen, stellten eigene Projekterfahrungen vor, die sie selbst in unterschiedlichen Rollen in Service Design-Projekten gewonnen haben.

Ein spannender Mix aus eingesetzten Methoden, erlangten Mehrwerten für Nutzerinnen und Nutzer und notwendigen Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Service Design-Projekten überzeugte die Teilnehmenden. Einige Nachfragen aus dem Publikum unterstrichen zusätzlich das große Interesse an den praktischen Erfahrungsberichten.

Am Nachmittag hieß es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Service Design live erleben! In drei verschiedenen Workshops konnten Methoden getestet und Einsatzszenarien dieser Methoden diskutiert werden.

  • Workshop A – Service Design-Methodentraining: Customer Journeys/Nutzerreisen
    (Leitung: Janine Becker, Sarah Brühl, Christine Schröder)
    Am Beispiel klassischer Verwaltungsprozesse, z. B. der Ummeldung nach Umzug, wurden Nutzerreisen erarbeitet. Diese zeigen auf, wie Nutzerinnen und Nutzer Services von Anfang bis Ende wahrnehmen.
  • Workshop B – Service Design in der OZG-Umsetzung
    (Leitung: Marco Wachsmann, Klingenstadt Solingen)
    Gezeigt wurde, welche Rolle Service Design in den OZG-Digitalisierungslaboren spielt. Anschließend wurden Personas, also stereotypische Nutzerprofile, im Kontext der Wohngeldbeantragung entwickelt.
  • Workshop C – Verwaltung & Gestaltung
    (Leitung: Studierende der Köln International School of Design/TH Köln)
    In Kreativprozessen wurden hier Ideen für die Intensivierung der Bürgerbeteiligung entwickelt. Mit Spirit und präzisen Anleitungen konnten die Studierenden die Teilnehmenden zu ganz neuen Lösungsansätzen motivieren.
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 Glücklich nach einer erfolgreichen Veranstaltung: Anika Özer und Matthias Hörmeyer, beide KGSt Glücklich nach einer erfolgreichen Veranstaltung: Anika Özer und Matthias Hörmeyer, beide KGSt

Abschließend stellte Matthias Hörmeyer den KGSt®-Zielkompass vor. Es handelt sich dabei um eine nutzerzentrierte Workshop-Methode zur Konkretisierung komplexer Fragestellungen. In den kommenden Wochen werden wir zum KGSt®-Zielkompass einen Bericht veröffentlichen und Ihnen darin eine umfangreiche Methodenanleitung für Ihre Praxis mitgeben.

Ein großer Dank geht an alle Teilnehmenden der Veranstaltung für ihre Offenheit und den Mut, neuartige Themen anzugehen. Wir wünschen allen viel Erfolg in der Praxis und hoffen, dass wir viel Methodenwissen sowie neue Ideen und Ansätze für eigene Projekte mitgeben konnten!

Sie haben das KGSt®-Service Design-Meet Up! verpasst?

Kein Problem: Im Rahmen unserer Service Design-Offensive stellen wir Ihnen viele Inhalte zur nutzerzentrierten Prozessgestaltung bereit. Wenn Sie Service Design auch live erleben wollen, dann sehen Sie sich unser neues Workshopformat KGSt®-Service Design-LAB an.

Mit Fragen wenden Sie sich jederzeit gerne an Matthias Hörmeyer.