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KGSt®-FORUM 2017

 

 

Die Denkrichtung SOZIAL. DENKEN.

Veränderte Sozialstrukturen in der Gesellschaft, Auswirkungen von Flucht und Migration, Vielfalt als prägendes Merkmal der Gesellschaft, steigende soziale Kosten: Die Herausforderungen für Kommunen scheinen stetig komplexer zu werden. Sozial zu denken erfordert daher einen ganzheitlichen Blick, eine integrierte Planung und Umsetzung. Dies nachhaltig auszurichten und damit langfristig zu sichern, wird die Kommunen weiterhin fordern.

Die Fragen nach Wirkung auf der einen und Effizienz auf der anderen Seite sind auch bei sozialen Angeboten untrennbar miteinander verbunden. Kommunen müssen hierzu belastbare Erkenntnisse gewinnen um Entscheidungen auf der Grundlage valider Daten treffen zu können. Dabei muss jedoch Raum bleiben für soziale Innovationen, die sich zunächst noch entwickeln müssen.

Wir haben in unserem Bericht "Steuerung nachhaltiger kommunaler Sozialpolitik" die grundlegenden Instrumente dazu bereits beschrieben.

Leitbild- und Zielentwicklung

Soziales, Jugend, Gesundheit, Arbeit, Bildung, und viele mehr. Die Vielfalt sozialpolitischer Handlungsfelder und ihrer lokalen Akteure machen eine Verständigung über grundsätzliche Fragen der Ausrichtung, Ziele und Prioritäten unerlässlich. Ein gemeinsames Leitbild bildet den Ausgangspunkt für integrierte Fachstrategien.

Kommunikation intern und extern

Die Lösung sozialer Problemlagen braucht alle Kompetenzen. Dem Management muss es nicht nur gelingen, Entscheidungen verständlich zu kommunizieren, sondern auch intern wie extern Mitwirkung einzuwerben. Die Digitalisierung erschließt hier neue Möglichkeiten, zielgruppengerecht und effektiv zu kommunizieren und sollte stärker im Rahmen von ganzheitlichen Kommunikationskonzepten berücksichtigt werden.

Sozialplanung

Umfassende Kenntnisse über die Sozialstruktur in den örtlichen Sozialräumen, über Bedarfe im Kontext der relevanten und unterschiedlichen Lebenslagen und über die verfügbare Infrastruktur sind die Grundlage systematischer Planung. Diese Sozialraumorientierung erfordert, dass Daten fachthematisch übergreifend und kleinräumig bereitgestellt werden. In Verbindung mit einer neuen Generation leistungsfähiger IT-Systeme und Konzepte, wie z. B. Big Data, wird Sozialraumorientierung helfen, soziale Hilfen zielgenauer und effizienter zu platzieren. Benötigt werden hierzu ausreichende Ressourcen. Insbesondere Fachkräfte, die entsprechende Kompetenzen mitbringen.

Produkthaushalt, Controlling, Berichtswesen

Der Produkthaushalt ist ein zentrales Steuerungsinstrument. Soziale Aspekte und ausgewählte Schwerpunkte und Zusammenhänge müssen hier deutlicher aufgezeigt werden, um zu kommunizieren, wie Nachhaltigkeitsziele erreicht werden. SOZIAL.DENKEN. erfordert eine neue Form der partnerschaftlichen Zusammenarbeit, auch zwischen Experten der Fachbereiche Soziales und Finanzen/zentrale Steuerung.

Prozess- und Qualitätsmanagement, Digitalisierung

Die für die Effektivität und Effizienz entscheidenden Prozesse müssen erkannt, beschrieben und gestaltet werden. Entlang der Prozesse können Qualitätsstandards zwischen Fachkräften der Kommune und der Freien Trägern auf Augenhöhe diskutiert und Standards erarbeitet werden. Ein Risikomanagement sollte hier mitgedacht werden. Die Potenziale der Digitalisierung werden in den sozialen Handlungsfeldern noch nicht annähernd ausgeschöpft. Die beachtlichen Möglichkeiten die z. B. Dokumenten-Management-Systeme, Online-Verfahren, mobile Lösungen und moderne Datenanalyse heute bieten, müssen zukünftig konsequenter genutzt werden.

Koordination durch Führung

Angesichts der Komplexität hinsichtlich Zielgruppen, Leistungen, Rechtsansprüchen und Leistungserbringern ist Führung entscheidend. Gute Führungskräfte müssen situativ angemessen ihre Kompetenzen einbringen, wenn es um Strukturierung, Richtungsvorgabe, Kommunikation, Koordination, Entscheidung und Auswertung der erreichten Ergebnisse geht. Sie sind auf allen Ebenen und in unterschiedlichsten Rollen gefragt: Politik, Netzwerk, Linie, Projekt und nicht zuletzt in der Kommunikation mit den Bürgern.

Wir werden das Themenfeld SOZIAL.DENKEN. mit praxisnahen Empfehlungen weiterentwickeln. Dabei vernetzen wir uns mit anderen Know-how-Trägern und führen das Wissen zu integrierten Konzepten zusammen. Der Schwerpunkt liegt auf der Managementebene, der Qualifizierung von Instrumenten und Methoden. Zukunftsthemen beim SOZIAL.DENKEN. sind: Kontraktmanagement und neue Finanzierungsformen, Steuerungsansätze finanziell bedeutsamer Hilfen, professionelles Daten- und Auswertungsmanagement, Koordination der Fachplanungen, Förderung und Einbindung von sozialen Unternehmen.

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Bildnachweis: Header-Grafik © Markus Wortmann