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Startschuss für das Modellprojekt "Strukturlotsen"

KGSt unterstützt als Projektpartnerin

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert das Modellvorhaben "Interkommunale Zusammenarbeit in der Regionalentwicklung der Kreise – Gemeinsam Innovationsprojekte in den Gemeinden unterstützen" über das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE). Der Startschuss fiel nach der formalen Übergabe des Fördermittelbescheids durch Bundesministerin Julia Klöckner am 29. Juli 2021 in der Wasserburg in Kusel. Der offizielle Start folgte am 1. August 2021.

 Logo des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bereits im Vorfeld gab es zwischen den Verbundpartnern intensive Gespräche und Planungen. Jetzt geht es darum, sogenannte "Strukturlotsen" in den Landkreisen Bad Kreuznach, Donnersbergkreis, Kaiserslautern und Kusel sowie beim Landkreistag Rheinland-Pfalz zu etablieren.

Neben einer effektiven Realisierung von Innovationsprojekten im Bereich der Regionalentwicklung und einer Vernetzung der am Projekt beteiligten Akteure durch den "Landes-Strukturlotsen" des Landkreistages sollen insbesondere auch auf andere Landkreise übertragbare Strukturen, wie ein Wissensmanagement und -transfer, entwickelt werden.

Initiiert wurde das Vorhaben vom Landkreistag Rheinland-Pfalz, gemeinsam mit den vier Landkreisen der sogenannten "Alten Welt". So nennt sich das Zentrum der Region, in der vier der Verbundpartner aufeinandertreffen. Allen Kreisen ist gemein, dass sie ländlich strukturiert sind und einen grundlegenden Wandel in der Wirtschafts-, Bevölkerungs- und Altersstruktur bewältigen müssen.

Anlass für das Projekt war die Feststellung, dass verschuldete Kommunen, wie die hier beteiligten Verbundpartner, über keinerlei finanziellen Ressourcen verfügen, um Innovationsprojekte überhaupt – geschweige denn nachhaltig – angehen zu können. Außerdem stellen strukturelle Defizite in der personellen Ausstattung eine hohe Hürde bei der so wichtigen Regionalentwicklung dar. Eine wirksame Vernetzung, insbesondere zu Bundes- und Landesinstitutionen, aber auch ständige Ansprechpartner und Betreuer für die Umsetzung von Innovationsprojekten, fehlen in aller Regel.

Durch die Etablierung der insgesamt fünf Strukturlotsen sollen die aufgeworfenen Probleme angegangen und wenn möglich beseitigt werden. Dabei darf sich die Tätigkeit der Strukturlotsen der Kreise nicht auf eine reine Informationsweitergabe beschränken. Vielmehr sollen sie eine wirksame Betreuung bei der Umsetzung von Projekten sicherstellen. Darüber hinaus werden Prozesse und Strukturen geschaffen, die eine effektive Arbeitsteilung und gezielte Nutzung von Synergieeffekten ermöglichen: Fachstellen vor Ort müssen bekannt sein. Ein regelmäßiger Austausch unter den Strukturlotsen soll einen Informations-und Erfahrungstransfer gewährleisten.

Ein Projektbeirat begleitet die laufenden Arbeiten der Strukturlotsen beratend und gibt Empfehlungen für mögliche Anpassungen im Projektverlauf. Dazu gehören unter anderem der Deutsche Landkreistag und die Bertelsmann Stiftung. Außerdem sollen Erkenntnisse der etablierten Strukturen auf ihre landes- und bundesweite Übertragbarkeit hin überprüft werden.

Die KGSt unterstützt das Projekt als Verbundpartnerin und wird es ideell begleiten. Im Mittelpunkt steht zum einen die Beratung der Strukturlotsen, z. B. in den Themen Projekt- und Wissensmanagement. Zum anderen unterstützt sie die Übertragung der Erkenntnisse auf andere Landkreise in Rheinland-Pfalz, aber auch im gesamten Bundesgebiet.

Das Projekt erfährt großen bundesweiten Zuspruch, nicht zuletzt aufgrund des Ziels der Übertragbarkeit von etablierten Prozessen, Strukturen und Erkenntnissen auch auf andere Landkreise. Die personellen, finanziellen und sonstigen Strukturdefizite in ländliche Regionen in ganz Deutschland werden durch das Modellvorhaben "Strukturlotsen" in einer innovativen Form der interkommunalen Zusammenarbeit erstmalig "angepackt".

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