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Stellenbewertung

Alle Beamtenstellen beim Landkreis Schaumburg neu bewertet

Stellen Sie sich vor, Sie sollen in Ihrer Verwaltung 120 Dienstposten in zwei Jahren bewerten. Ein unmögliches Unterfangen? Was mit eigenem Personal nicht zu stemmen wäre, hat sich der Landkreis Schaumburg mit Unterstützung der KGSt vorgenommen und nun geschafft.

 Die Abschlusssitzung leitete Beate Jakob virtuell. Die Abschlusssitzung leitete Beate Jakob virtuell.

Beate Jakob, KGSt-Referentin und Projektleiterin für Schaumburg, schickt ein Lob an die Kreisverwaltung: "Hier agiert eine gut informierte Bewertungskommission, die sich engagiert für sachgerechte Stellenbewertungen einsetzt." Die KGSt habe sehr gerne die Kreisverwaltung bei ihrem Vorhaben unterstützt und Beate Jakob freute sich über den stets offenen Austausch.

Wie lief das Projekt genau ab? Angesichts gestiegener fachlicher Anforderungen und den damit verbundenen Verantwortlichkeiten hat der Personal- und Organisationsausschuss im Herbst 2017 die Verwaltung beauftragt, die Dienstpostenbewertung fortzuschreiben.

Mit diesem Projekt sollte zeitgleich auf das aktuelle KGSt®-Bewertungsmodell 2009 umgestellt werden. Als "Startschuss" im Februar 2018 hat daher Alexander Schams, Projektbeauftragter der KGSt, die Bewertungskommission in der neuen Systematik geschult. Anschließend erhielten die Amtsleitungen wichtige Informationen über die Grundlagen der Stellenbewertung. Unter anderem wurden Inhalte, Funktionen und Bestandteile von Stellenbeschreibungen besprochen.

Im ersten Teilprojekt wurden zunächst 31 Führungsstellen bewertet, um ein Gerüst, sogenannte Eckdienstposten, für die weiteren Bewertungen zu haben. Im Jahr 2019 startete das zweite Teilprojekt und damit die Bewertung der übrigen Beamtenstellen mit insgesamt weiteren 90 Stellen. Für die Qualitätssicherung und den wichtigen Quervergleich aller Bewertungen sorgte Beate Jakob.

Im Anschluss wurden die Bewertungen der Kommission vorgestellt. In insgesamt 7 Sitzungen hat Beate Jakob gemeinsam mit den Mitgliedern der Kommission die Bewertungen erörtert, Stelleninhalte hinterfragt, mit Vorgesetzten diskutiert und so die Bewertungen abgerundet. "Jetzt, rund zwei Jahre und 120 Stellen später sind wir am Ziel", freuen sich alle Beteiligten.

"Unser Ziel von Anfang an war, das Verfahren und die Bewertungen möglichst transparent zu gestalten und sachgerechte, nachvollziehbare Ergebnisse zu erhalten", bestätigte Hauptamtsleiterin Imke Domnick.

Mit dem gewählten Weg zeigten der Landrat und alle Beteiligten sich sehr zufrieden. "Nun haben wir mit einer längeren Perspektive ein gutes Gerüst, unsere Beamtinnen und Beamten sachgerecht zu besolden", so Landrat Jörg Farr zum Projektabschluss.

Ausnahmsweise musste die letzte Sitzung per Videokonferenz stattfinden. Beate Jakob: "Das hat gut funktioniert, aber nach so einem anspruchsvollen Projekt habe ich die Kreisverwaltung sehr gut kennen und schätzen gelernt. Ich hätte gern persönlich vor Ort den Schlusspunkt gesetzt und mich nach der angenehmen Zusammenarbeit verabschiedet."

So gab es ein virtuelles "Auf Wiedersehen" im Schaumburger Land.

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