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Strategische Steuerung und Haushalt

Die wichtigsten Entscheidungen in der Kommune werden im Rahmen des Haushalts getroffen. Strategische und operative Haushaltsplanung greifen dabei ineinander, wobei die operative Planung den strategischen Zielen der Kommune folgen muss.

Zunächst sind die strategischen Ziele der Kommune zu bestimmen. Das Finanzmanagement greift die (fach-)politischen Strategien auf. Datengestützte Einschätzungen der Ist-Situation und der zukünftigen Entwicklung einschließlich Vorausschätzungen und Prognosen sind wesentlicher und unverzichtbarer Bestandteil einer strategisch orientierten Haushaltsplanung.

Mit dem Eckwertebeschluss werden strategische Vorgaben übersetzt in politische Festlegungen und Zielsetzungen für das nächste Haushaltsjahr oder - über die Mittelfristplanung - die nächsten Jahre. In Kenntnis der Eckwerte melden die Fachbereiche im Haushaltsaufstellungsverfahren ihren Mittelbedarf an, wobei strategische Zielsetzungen eine Verbindung von angestrebten Wirkungen mit den zu planenden Budgets erfordern. Das Finanzmanagement koordiniert das Verfahren und stellt den Haushaltsplanentwurf auf. Die Verwaltungsführung bringt den Haushaltsplan in die Haushaltsberatung ein, der Rat beziehungsweise der Kreistag beschließt den Haushaltsplan, womit die operative Haushaltsplanung abgeschlossen ist.

Das Controlling nimmt an der Schnittstelle von strategischer und betriebswirtschaftlicher Steuerung vielfältige Aufgaben der Führungsunterstützung wahr. Strategisch wichtige Informationen sind schrittweise in operativ fachlich erforderliche und zuletzt finanz- und betriebswirtschaftlich relevante Informationen zu überführen. Das Berichtswesen unterstützt auf allen Ebenen die strategische und operative Steuerung. Ausgangspunkt ist der Vorbericht des Haushaltsplans. Die unterjährige Berichterstattung im Rahmen der Haushaltsbewirtschaftung ist erforderlich, um frühzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Am Ende steht der Rechenschafts- bzw. Lagebericht mit der Jahresabschlussanalyse und Einschätzungen zu Chancen und Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung. In allen Phasen bieten interkommunale und Plan-Ist-Vergleiche auf Kennzahlenbasis wichtige Informationsmöglichkeiten. Einen wichtigen Beitrag zum Umgang mit Risiken, die einer Zielerreichung entgegenstehen und zu einer Steuerung und Information über Zielerreichung, leistet auch das Risikomanagement in Verbindung mit dem Controlling.

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