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Strategische Verwaltungssteuerung in Achim

Leitbild für die künftige Entwicklung der Stadt

Achim liegt verkehrsgünstig an der A1 bei Bremen und damit an der Hauptschienenstrecke zwischen Bremen und Hannover sowie dem Übersee- und Containerhafen Bremens. Achim ist zugleich ein Mittelzentrum und damit ein sehr attraktiver Standort zum Wohnen, wie die Wanderungsgewinne der letzten Jahre zeigen. Darauf hat Achim mit einer umfangreichen Baulandstrategie reagiert.

Angesichts begrenzter Ressourcen und einem steigenden Druck auf dem Wohn- und Gewerbestandort stellten sich – wie in vielen anderen Kommunen – auch für Achim die Fragen:

  • Wie wollen wir auf die steigende Nachfrage nach Wohn- und Gewerbefläche reagieren?
  • Für welche Zielgruppen und Unternehmen wollen wir uns am Standort ausrichten?
  • Wo setzen wir Prioritäten und wer setzt diese?
  • Wie kommen wir zu tragfähigen Vereinbarungen?

Der damalige Ratsvorsitzende Hans-Jürgen Wächter gab den Anstoß für das gemeinsame Projekt von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft. Er formulierte den Anspruch, ein Leitbild für Achim zu entwickeln, das ein von Bürgern, der Politik und der Verwaltung entworfenes Bild der Stadt sein sollte, das zusammenfasst, was Achim ausmacht und darstellt, in welche Richtung sich die Stadt entwickeln sollte. Gesucht wurde eine strategische Ausrichtung als erstes Teil eines Gesamtkonzeptes für die Stadt Achim.

Dieser Prozess wurde gemeinsam mit der KGSt angestoßen und von Bernd Kettenburg – Erster Stadtrat der Stadt Achim – federführend begleitet. Politik, Verwaltung und Bürgerschaft diskutierten, wo zukünftig Prioritäten liegen sollen. Dabei lenkte die KGSt zu Beginn den Fokus auf zwei wichtige Aspekte, die miteinander und auch gegeneinander abgewogen werden sollten

  • Achim ist ein attraktiver Ort zum Wohnen – insbesondere sozialversicherungspflichtige Beschäftigte wählen ihn als Lebensmittelpunkt aus, was für Achim im Hinblick auf die Anteile aus der Einkommenssteuer relevant ist.
  • Achim ist auch ein attraktiver Standort zum Wirtschaften – Bestandsunternehmen und neue Unternehmen nutzen ihn und schaffen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Neben den Anteilen aus der Einkommenssteuer stellt die Gewerbesteuer die weitere wichtige Einnahmequelle für Achim dar und eröffnet damit neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Anschließend wurden Themen wie die ausgelastete Infrastruktur, besondere Interessen bestimmter Zielgruppen, die Stimmung von betroffenen Anwohnern und auch unterschiedliche politische Richtungen in Bürgerforen, Workshops und Arbeitssitzungen diskutiert, mit Hilfe von Daten und Fakten versachlicht und durch gezielte Fragen zu gesteuert.

Als Ergebnis lag der Stadt Achim eine strategische Zielplanung vor, die aufzeigt, wo zukünftig Prioritäten beim Umgang mit der wertvollen Ressource Fläche liegen sollten und wie Achim das Wachstum am Standort steuern will.

Verknüpfung der Zielplanung in das Verwaltungshandeln

Die Stadt Achim hat die Zielplanung weiter verfeinert und damit in den politischen Diskurs sowie das Verwaltungshandeln integriert. Folgende Schritte nahm die Stadt parallel und im Anschluss vor:

  • Konkretisierung der strategischen Zielplanung mit Maßnahmen und Prioritäten in einer Projektgruppe zwischen Bürgermeister, Fachbereichsleitungen und Vertretern des Rates
  • Begleitung einer Diskussion der strategischen Leitsätze in einem Online-Beteiligungsportal
  • Erarbeitung ergänzender strategischer Fachpapiere im Bereich Stadtentwicklung – Wohnraumversorgungskonzept sowie ein Handlungskonzept zur Wohnraum- und Gemeinbedarfsentwicklung
  • Verabschiedung einer Zielvereinbarung zwischen Rat und Verwaltung zur Gesamtstrategie
  • Verknüpfung der Ziele und vereinbarten Maßnahmen mit der Ressourcenplanung

Achim hat durch eine kontinuierliche Einbindung der strategischen Ziele und Maßnahmen in gesetzlich vorgegebene Steuerungsprozesse und in Achim etablierte Steuerungsinstrumente die Zielplanung verankert und stellt somit eine Auseinandersetzung mit den vereinbarten Prioritäten sicher.

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