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Trockenheit im kommunalen Grün

Bewässerung organisieren und optimieren

Der klimatische Wandel bekommt im kommunalen Grün ein Gesicht. Baumschädlinge, Sturm- und Starkregenereignisse sowie die extreme Trockenheit in den Sommermonaten stellen die Grünflächenämter vor neue Herausforderungen und sind in der öffentlichen Wahrnehmung für Bürgerinnen und Bürger kaum zu übersehen.

Es ist absehbar, dass klimatische Herausforderungen für die Kommunen zur Daueraufgabe werden. Somit wurde in den Vergleichsringen Grünflächenunterhaltung in diesem Jahr im Schwerpunkt besprochen, wie neue bzw. verstärkt wahrzunehmende Aufgaben lokal organisiert sind und zukünftig optimiert werden könnten.

Am Beispiel des Bewässerungsmanagements für die kommunalen Baumbestände wurden dabei aus fachlicher Sicht folgende Empfehlungen erarbeitet:

  • Aufgaben der Bewässerung im öffentlichen Grün müssen mit Blick auf die Werterhaltung der Anlagen sowie Verkehrssicherungspflichten organisiert und optimiert werden.
  • Bereits in der Planung sollte darauf geachtet werden, dass baumgerechte Standorte mit genügend Fläche für die Versickerung von Wasser zur Verfügung stehen. Bei der Baumart sollten standortgerechte, klimaangepasste Bäume ausgewählt werden.
  • Bewässerung sollte frühzeitig und nicht erst in der Trockenzeit erfolgen.
  • Der Maschinenpark sollte sinnvoll mit Blick auf die Optimierung des Bewässerungsprozesses ergänzt werden.
  • Weitere (technische) Hilfsmittel wie Sensoren, Wassersäcke oder -ringe können im Rahmen des Bewässerungsmanagements unterstützen.
  • Fragen des Bewässerungsmanagements sollten mit anderen Akteuren im Konzern Stadt
    (z. B. Feuerwehr, Stadtreinigung, Tiefbau, …), die in der Bewässerung unterstützen können oder in planerische bzw. strategische Aspekte einzubinden sind, abgestimmt werden.
  • Mit Blick auf die Ressource Wasser sollten möglichst vom Frischwasser unabhängige Wasserquellen generiert werden.

Aus den Erfahrungen der Vergleichskommunen zeigt sich, dass in der Regel ein zusätzlicher Aufwand durch die Bewässerung entsteht, der nicht über sinkenden Aufwand – aufgrund geringerem Pflanzenwachstum – in den Hitzeperioden kompensiert werden kann. Aufgaben der Bewässerung werden überwiegend mit eigenem Personal wahrgenommen. Zumindest teilweise wird zur Abdeckung von Arbeitsspitzen auf externe Dienstleister zurückgegriffen.

Neben positiven Erfahrungen mit einzelnen Dienstleistern zeigte sich aber auch, dass die Leistungserbringung für den Bewässerungsprozess nur schwer kontrollierbar ist und Leistungen nicht immer im ausgeschriebenen Maße erfüllt wurden. Die ehrenamtliche Einbindung Dritter (z. B. freiwillige Feuerwehr oder Bürger*innen, Baumpatenschaften) in Aufgaben der Bewässerung kann punktuell hilfreich sein, ersetzt aber nicht fehlende Ressourcen und ist für die Thematik eher unter dem Aspekt der Öffentlichkeitsarbeit zu sehen.

Die Vergleichsringe Grünflächenunterhaltung der Städte bis 200 000 Einwohner bzw. größer
200 000 Einwohner arbeiten im Jahr 2020 in jeweils dreitägigen Jahressitzungen weiter. Kern der Sitzungen ist, neben dem Kennzahlenvergleich, der praxisbezogene Erfahrungsaustausch rund um Themen der Grünflächenunterhaltung sowie die Besichtigung lokaler Grünanlagen in Regensburg bzw. Lübeck, die im kommenden Jahr Ausrichterkommunen der Vergleichsringe sind.

Wenn Sie Interesse am Einstieg in die Vergleichsringe Grünflächenunterhaltung haben, steht Ihnen unser Referent Gregor Zajac gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

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