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Ulm4CleverCity

Erste Expertenrunde in Ulm

2019 hat Bundesminister Horst Seehofer die ersten Modellprojekte Smart Cities bekannt gegeben. Es sollen sektorenübergreifende digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft entwickelt und erprobt werden. Auf die Ausschreibung hatten sich rund hundert Städte, Kreise und Gemeinden aus ganz Deutschland beworben. Ulm gehört zu den Gewinnern und wurde als eine von drei Großstädten als Modellprojekt der "Smart Cities" ausgewählt.

 Das 15-köpfige Expertenteam mit Oberbürgermeister Gunter Czisch (vorne rechts). Das 15-köpfige Expertenteam mit Oberbürgermeister Gunter Czisch (vorne rechts).

Ulm erhält für das Projekt Ulm4cleverCity knapp 8 Millionen Euro vom BMI. Im Mittelpunkt der Förderung steht für Ulm die Frage, wie die Stadt in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden soll, um auch zukünftig Zentrum für Wissen und Beschäftigung zu sein und dabei den Anforderungen einer wachsenden Stadt im Sinne von Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu begegnen.

Dabei greift Ulm auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre, beispielsweise aus dem Projekt "Zukunftsstadt 2030", zurück. Denn auch hier geht es um die intelligente Vernetzung von Strategien.

Konkrete Maßnahmen können zum Beispiel neue Begegnungsorte, "Smart Urban Gardening" oder digitale Services zur Verbesserung der inklusiven Gestaltung sein.

Oberbürgermeister und KGSt®-Verwaltungsratsmitglied Gunter Czisch stellt dabei den Aufbau der digitalen Kompetenzen in der Stadt und den Aufbau der stadteigenen Infrastruktur zur Datenhaltung nach demokratisch legitimierten Regeln in den Vordergrund. Außerdem ist es ihm wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern zu erklären, was Digitalisierung konkret bedeutet und bringt.

Marc Groß gehört einem 15-köpfigen Expertengremium an

In den ersten zwei Jahren soll eine entsprechende Strategie für die Quartiere rund um den Ulmer Bahnhof entwickelt werden. Diese Quartiere weisen ganz unterschiedliche Problemlagen und Herausforderungen auf. Ein Fachbeirat unterstützt die Stadt Ulm bzw. ganz konkret die Geschäftsstelle Digitalisierung.

Diesem Fachbeirat gehören 15 Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland an. KGSt®-Programmbereichsleiter und Digitalisierungsexperte Marc Groß wurde von Oberbürgermeister Gunter Czisch ebenfalls in den Fachbeirat berufen.

Marc Groß beschreibt die Ausgangslage in Ulm folgendermaßen:
"Ulm hat mit einer sehr engagierten, mutigen und experimentierfreudigen Stadtgesellschaft und einer durchdachten Steuerungs- und Umsetzungsorganisation eine optimale Ausgangslage. Diese ist allerdings nicht über Nacht entstanden, sondern ist ein über Jahrzehnte eingeübter und organisch entstandener Prozess. Von Ulm werden sich viele Kommunen einiges abschauen können. Eine Abkürzung wird es mit Blick auf die Aktivierung und Selbstwirksamkeit der Stadtgesellschaft aber sicherlich nicht geben."

Mit Ulm auf dem KGSt®-FORUM 2020 in Bonn diskutieren

Von den Erfahrungen der Vorreiterstadt Ulm sollen möglichst viele deutsche Kommunen profitieren. Deshalb gibt es auch auf dem KGSt®-FORUM 2020 vom 18. bis 20. November 2020 in Bonn eine Veranstaltung, die sich gezielt mit dem Ulmer Smart-City-Ansatz beschäftigt. Darin werden die zentralen Bausteine, die Ulm zum Erfolgsmodell machen, vorgestellt und diskutiert. Es geht aber auch um die Hürden und Hindernisse, die Ulm auf dem bisherigen Weg erfolgreich überwunden hat.

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