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Umfrage zum Stand des Risikomanagements in Kommunen

Erste Ergebnisse

In der Privatwirtschaft wird Risikomanagement häufig als zwingende Notwendigkeit angesehen. Ein strukturierter Umgang mit Risiken ist beispielsweise durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) gesetzlich vorgeschrieben.

 Abb.: Ergebnisse zur Frage Ergebnisse zur Frage "Wie beurteilen Sie den Umsetzungsstand des Risikomanagements in Ihrer Kommune?"

Im Gegensatz zu privatwirtschaftlichen Unternehmen stehen Städte, Gemeinden und Kreise zwar nicht latent unter dem Risiko der Bestandsgefährdung. Zur Aufrechterhaltung ihrer Leistungsfähigkeit und stetigen Aufgabenerfüllung müssen aber auch Kommunen ihre Risiken sorgfältig überwachen und steuern.

Wie Erfahrungen der KGSt zeigen, bereitet es vielen Kommunen Schwierigkeiten, die für sie relevanten Risiken systematisch zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern.

Um ihre Mitglieder beim Thema Risikomanagement zielgerichtet zu unterstützen, hat die KGSt gemeinsam mit ihrem Projektpartner Weiße & Kollegen im Zeitraum vom 23. Mai bis 31. Juli 2017 eine webbasierte Umfrage zum kommunalen Risikomanagement durchgeführt. Die Umfrage fand unter wissenschaftlicher Begleitung der Hochschule Luzern statt.

Ziel der Umfrage war es, einen Überblick über das Risikomanagement in Kommunen zu gewinnen und Erfolgsfaktoren für einen wirkungsvollen Einsatz zu identifizieren. Die Umfrage enthielt unter anderem Fragen zum Umsetzungsstand des Risikomanagements und zum Umgang mit Risiken in Kommunen.

Insgesamt haben 122 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Fragebogen vollständig ausgefüllt. Rund 61 % gaben dabei an, noch nicht über ein strukturiertes und dokumentiertes Risikomanagement zu verfügen. In jeder fünften Kommune ist die Einführung mittelfristig, d. h. innerhalb der nächsten fünf Jahre, vorgesehen. Rund 30 % verfügen zumindest in ausgewählten (Teil-) Bereichen über ein strukturiertes und dokumentiertes Risikomanagement. Fast jede zehnte Kommune gab an, ein flächendeckendes Risikomanagement eingeführt zu haben.

Als wesentliche Treiber für einen systematischen Umgang mit Risiken wurden Kämmereien (60 %), Rechnungsprüfungsämter (48 %) und die Verwaltungsspitze (44 %) benannt.

Ein strukturiertes und dokumentiertes Risikomanagement wird dabei vor allem in folgenden Bereichen für notwendig und erforderlich gehalten: Finanzmanagement/Kasse (98 %), Liegenschaften/Immobilien (81 %), Bauen/Wohnen (73 %) sowie öffentliche Sicherheit/Ordnung, Personalmanagement und Soziale Leistungen (jeweils rund 68 %). Im Bereich Kinder-, Jugend- und Familienhilfe halten rund 66 % ein strukturiertes und dokumentiertes Risikomanagement für notwendig und erforderlich.

Demgegenüber sind fast 52 % aller Befragten nicht bzw. eher nicht der Auffassung, dass über Risiken verwaltungsintern angemessen berichtet wird.

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